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Aufregung im Kindergarten Equord: Angeblicher Brand war nur eine Übung

Equord Aufregung im Kindergarten Equord: Angeblicher Brand war nur eine Übung

Equord. Als Martina Meyer-Becker die Tür zu ihrem Büro öffnet, schlägt ihr der Qualm schon entgegen. Jetzt muss die Kita-Leiterin Ruhe bewahren: "Geht bitte sofort nach draußen", sagt sie zu den Kindern, die hinter ihr stehen und erschrocken auf den Rauch blicken. Was sie nicht wissen: Das "Feuer" ist gar nicht echt.

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Die Feuerwehrleute bereiten sich auf den Einsatz vor.

Quelle: sur

Um kurz nach zehn Uhr laufen die Jungen und Mädchen nach draußen, manche noch in Socken: Wenn es brennt, ist keine Zeit, um Schuhe anzuziehen. Kurz darauf heult die Sirene, und jetzt verrät Meyer-Becker auch ihren Kolleginnen: Der angebliche Brand ist nur eine Übung. Der Qualm kommt aus einer Nebelmaschine, die Feuerwehrmann Jens Böker in ihrem Büro versteckt hat.

„Die tun nur so, als ob es brennt“, erklärt eine Erzieherin den Kindern. Aufgeregt sind die Jungen und Mädchen trotzdem. Bei den Kleinsten fließen Tränen, die Mutigen drücken sich an den Zaun und halten Ausschau nach der Feuerwehr, die ein paar Minuten später mit lautem Tatü-Tata um die Ecke biegt.

Auch die meisten Retter wissen zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass der Brand nur eine Übung ist. Sie rollen Schläuche aus und wagen sich schließlich mit Atemschutz-Masken in den verrauchten Kindergarten. „Das sieht alles so echt aus“, sagt Meyer-Becker. „Das ist schon ein beklemmendes Gefühl - obwohl man weiß, dass nichts passiert ist.“

Im Badezimmer finden die Feuerwehrleute den Praktikanten Tim Beuermann. Laut „Drehbuch“ für die Übung wollte er einen Feuerlöscher holen und den brennenden Papierkorb im Büro löschen - und ist dabei bewusstlos umgekippt. Als die Feuerwehrleute ihn auf einer Trage aus dem Kindergarten bringen, jubeln die Kinder. „Danke, dass ihr Tim gerettet habt!“, sagt ein Mädchen zum Abschied zu den Feuerwehrleuten.

sur

„Die Erzieherinnen haben sich vorbildlich verhalten“

Für den Kindergarten Equord war es eine Premiere: Zum ersten Mal fand in dem Gebäude eine Feuerwehr-Übung statt.

Das ist nicht nur ein wichtiges Training für die Retter, die sich im Ernstfall dort zurechtfinden müssen. Auch die Kinder und Erzieherinnen üben so, das Gebäude möglichst schnell zu verlassen – und trotzdem ruhig zu bleiben. Die Kinder und Erzieherinnen hätten sich „vorbildlich verhalten“, lobte Equords Ortsbrandmeister Norbert Frank.

Für problematisch halten sowohl er als auch die Erzieherinnen die vorgeschriebene Sammelstelle, an der die Kinder während der Löscharbeiten ausharren mussten: Sie ist höchstens zehn Meter vom Kindergarten entfernt. „Wenn wirklich mal der Dachstuhl brennt, ist das hier gefährlich“, sagte Frank. Wahrscheinlich wird die Sammelstelle nun verlegt.

sur

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