Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Auf Korsika entdeckte Hohenhamelner zwei neue Bienenarten

Hohenhameln Auf Korsika entdeckte Hohenhamelner zwei neue Bienenarten

Hohenhameln. Einen Urlaub wie andere Touristen wollte Dr. Reiner Theunert (52) nicht verbringen: Auf Korsika, einer zum großen Teil aus Hochgebirge bestehenden Insel im Mittelmeer, schaute der Diplom-Biologe genauer hin - und entdeckte gleich zwei neue Bienenarten. Eine der beiden trägt nun den Namen seiner Frau Marianne.

Voriger Artikel
Erster Dorfflohmarkt in Equord
Nächster Artikel
Kirchenchor Soßmar/Bierbergen sang bei Gottesdienst in Wismar

Dr. Reiner Theunert in seinem Element: Mithilfe des Mikroskops und Fachliteratur bestimmte der Diplom-Biologe nun zwei neue Bienenarten.

Quelle: js

„Hylaeus mariannae“ heißt eines der beiden Exemplare, die Theunert über der Baumgrenze in Höhe von rund 1500 Metern gesichtet hat. „Es ist nicht so, dass man in Europa keine neuen Arten mehr findet“, weiß der Zoologe - man müsse nur genauer hinsehen. Rund 20 000 Bienenarten gebe es weltweit, „und das ist bestimmt noch nicht das Ende der Fahnenstange.“

Außer Schmetterlingen und Käfern sind Hautflügler, zu denen Bienen gehören, das Steckenpferd von Theunert. Besonders Wildbienen interessieren den Biologen. Nicht nur im Beruf, sondern eben auch im privaten Urlaub. „Korsika hat eine ganz tolle Landschaft. Und wenn man dann noch so etwas findet, ist das natürlich ebenfalls toll“, schildert der Hohenhamelner. „Ich habe ein Auge für Wildbienen. Aufgrund der Umstände, also zum Beispiel der Höhe des Fundes in der subalpinen Vegetationszone und der Umgebung, wusste ich, dass es sich um neue Arten handeln könnte.“ Kurzerhand brachte er einige Exemplare der beiden vermeintlich neuen Arten mit nach Deutschland und untersuchte sie. „Ich habe sie unter einer Lupe angeschaut und mit dem Bestimmungsschlüssel verglichen.“ Einer der Funde gehört zur Gattung der Maskenbienen, die zweite zu der der Sandbienen. „Dann unterscheidet man noch zwischen Untergattungen und am Ende bleiben wenige Arten aus, die es sein können“ - oder es ist eben eine neue Art. Bei der „Andrena corssubalpina“, der neuentdeckten Sandbienen-Art, habe der 52-Jährige schnell festgestellt, dass er eine neue Bienenart gefunden hatte. Und nach einiger Zeit war auch beim zweiten auf Korsika gefundenen Exemplar klar, dass die Art bisher nicht bestimmt gewesen war. Damit blieb Theunert die Ehre der Benennung: „Es ist in der Wissenschaft verpönt, Entdeckungen nach sich selbst zu benennen. Meist sind die Namen nach Merkmalen gewählt oder zu Ehren von Personen“ - so auch bei einem der Funde, die jetzt den Namen von Theunerts Ehefrau Marianne trägt. „Andere schenken einen Pelzmantel und ich benenne eben eine Art nach ihr. Wer kann das schon?“, freut sich der Diplom-Biologe. „Außerdem ist es ein Beitrag für die Wissenschaft. Etwas, das bleibt.“ Es bleibe aber noch mehr, betont Theunert - nämlich der Entdeckerdrang. Denn: „Ich stelle mir sogleich wieder dieselbe Frage: Wie viele unentdeckte Arten gibt es denn da draußen noch?“

js

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung