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Anwohner klagen über holprige Triftstraße

Mehrum Anwohner klagen über holprige Triftstraße

Mehrum. "Wir Bürger weigern uns, für diese vermeidbare Zerstörung zu zahlen", sagte Andrea Rinas am Mittwochabend in Mehrum zum Thema Triftstraße. Die CDU hatte zu einer Infoveranstaltung geladen.

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Auf der Triftstraße in Mehrum gilt seit ein paar Tagen Tempo 30.

Quelle: A/sur

Nach Bauarbeiten des Wasserverbands weist die Triftstraße erhebliche Mängel auf und ist dem starken Lastwagen-Verkehr nicht gewachsen - das bestätigt auch ein Gutachten (siehe unten). Als Sprecherin des Anliegerverbandes verdeutlichte Rinas die Situation mit Hilfe von Pappkartons und einem Frühstücksbrett. „Die Straße wird von vielen Lastern als Abkürzung zum Industriegebiet Ackerköpfe genutzt. Sie werden von ihren Navigationsgeräten durch die Triftstraße gelotst“, sagte sie. Und das, obwohl die Zufahrt eigentlich über die B65 und die L413 erfolgen soll.

Doch die Nutzung der Straße durch schweres Gerät ist nicht das einzige Problem. „Durch die Umbaumaßnahmen des Wasserverbandes hat sich der Schall in den angrenzenden Häusern verstärkt. Zum Teil sind sogar Risse im Mauerwerk zu verzeichnen, die vorher nicht da waren“, macht Rinas deutlich.

Hohenhamelns Bürgermeister Lutz Erwig (SPD) versuchte zu beschwichtigen. „Die Kritik an der Gemeinde ist falsch, weil wir versuchen, eine Lösung für alle Beteiligten zu suchen. Als erster Schritt wurden nun Schilder aufgestellt, die die Tonnage und die Geschwindigkeit begrenzen“, sagte er - auf der Triftstraße gilt ab sofort Tempo 30. „Und eins ist sicher: gewerblicher Transport hat hier nichts zu suchen“, so Erwig. Sein Vorschlag ist es, ein Vlies und eine tragfähige Decke aufzubringen. Vorteil für die Anwohner: Da es sich um Instandsetzungsarbeiten handelt, würden für sie keine Kosten anfallen.

Problematisch ist in Mehrum aber nicht nur die Triftstraße: Lebhaft diskutiert wurde auch über die Geruchsbelästigung durch das Kompostwerk und den möglichen Gestank der Biogasanlage, die gerade gebaut wird.

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Gutachten: Schlechte Tragfähigkeit

Die Gemeinde Hohenhameln hat ein Gutachten über die Tragfähigkeit der Triftstraße in Auftrag gegeben, bei der Info-Veranstaltung im Mehrumer Dorfgemeinschaftshaus wurde es den 25 Anwesenden vorgestellt. Es bewertet die Straße negativ und sagt aus, dass die Anforderungen erheblich unterschritten wurden. Zudem ist die Tragfähigkeit ungenügend und der Straßenoberbau entspricht nicht den Vorgaben. Eine ungünstige Grundwassersituation sorgt für einen Wasserstau. Das Gutachten macht mehrere Vorschläge, wie die Straße saniert werden könnte.

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