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„An der Abdeckerei krabbelte immer etwas herum“

Hohenhameln „An der Abdeckerei krabbelte immer etwas herum“

Hohenhameln. „Zuckel“, „Lenneken“, „Heite“ und „Adlerauge“ – wenn jemand diese Spitznamen kennt, kann er nur aus Hohenhameln stammen. Fast jeder der rund 60 Teilnehmer des jüngsten Hohenhamelner Dorfspaziergangs konnte sich an diese Originale erinnern, die im vorigen Jahrhundert das Dorfbild mitprägten – oder doch zumindest entscheidend auflockerten und auch in der Erinnerung noch für Heiterkeit sorgten.

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Der Dorfspaziergang in Hohenhameln hat Erinnerungen geweckt.

Quelle: hui

Diesmal hatte sich der Vorsitzende des Heimatvereins, Otto Köhler, den südlichen Teil der Dorfmitte vorgenommen – los ging es an der Kreuzung Klapperberg und Hinter den Höfen. Gleich machten sich bei den meisten markante, nicht unbedingt angenehme Erinnerungen bemerkbar, denn dort war in einem heute unauffälligen Wohnhaus einst ein Gemischtwarenladen beheimatet – und direkt daneben die Abdeckerei von besagtem Heite, mit Nachnamen Heinecke.

Während dessen Frau und dessen Mutter den Laden betrieben, entsorgte Heite in einem kleinen Haus nebenan alles, was vom Schlachtvieh und Hausschlachtungen niemand mehr gebrauchen konnte.

Falls es damals hygienische Bestimmungen gab, hatte sich besagter Entsorger wohl herzlich wenig darum gekümmert, denn viele konnten sich noch an den durchdringenden Geruch erinnern, der von dem heute sehr gepflegten Garagenhäuschen damals ausgegangen sein muss.

„Der Hof lebte, überall krabbelte und kroch etwas“, erinnerte sich Otto Köhler – und schüttelte sich noch nachträglich. Was dort wirklich mit den Abfällen geschah, ob beispielsweise Seife gekocht wurde, wusste aber niemand.

„Als 14-jähriges Lehrmädchen bei der Fleischerei Coers musste ich jede Woche mit einem Handwagen die Schlachtabfälle hierher bringen – ich habe mich so sehr geekelt und gegruselt, aber es gab kein Vertun, da musste man durch“, erzählte Irmtraud Tichter aus ihrer Jugend.

An ein anderes Original, einen Maurer namens Moritz mit reichem Kindersegen aus dem Schmiedegarten, erinnerte Jens Riese. Der Maurer Moritz hatte, um sein Einkommen aufzubessern, gekellnert und dazu folgenden Spruch erfunden: „Als Moses an den Felsen klopfte, gleich von selber Wasser tropfte. Doch größer ist das Wunder hier, du rufst nur Moritz, gleich kommt Bier!“

hui

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