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Altholzschredder: Umweltminister Wenzel sagt Bürgerinitiative Veränderungen zu

Stedum Altholzschredder: Umweltminister Wenzel sagt Bürgerinitiative Veränderungen zu

Stedum. Es ist ein kleiner Erfolg für die Bürgerinitiative (BI) für Umweltschutz in der Gemeinde Hohenhameln, aber es ist ein Erfolg. Nachdem die Vorsitzenden Hartmut Braun und Marianne Kauers-Theunert wegen der Altholz-Schredderanlage auf dem Deponiegelände der Peiner Entsorgungsgesellschaft bei Stedum und vermeintlichem Gift-Staub einen offenen Brief an Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) geschrieben hatten, antwortete jetzt dessen Ministerium - und sagte Veränderungen zu.

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Ein Teil der Holzschredderanlage auf dem Deponiegelände der PEG. Die Anlage sorgt seit langem für Verärgerung bei der Bürgerinitiative für Umweltschutz.

Quelle: A

Gesundheit und Umwelt sind nicht gefährdet, sagt Wenzels Umweltministerium. Eine komplette Einhausung der Anlage sei nicht notwendig. Allerdings: „Im Rahmen der behördlichen Überwachung durch das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig wurde festgestellt, dass im Hinblick auf Staubemissionen zusätzliche emissionsminderne Maßnahmen erforderlich sind“, heißt es in dem Schreiben aus Hannover. Oder kurz: Es staubt und dagegen wird bald etwas unternommen.

Unter anderem sollen an der Nord- und Südseite des Schredders Wände hochgezogen werden. Bisher war die Anlage dort offen, der Wind wehte hinein und verteilte den Staub. Die abgesaugte Staubluft soll nach der Filterung nicht mehr seitlich aus dem Gehäuse, sondern aus Abluftleitungen auf dem Dach gepustet werden. Außerdem, so die Aussage des Landes-Umweltministeriums, solle geprüft werden, ob die Staubentstehung durch intensiveres Benebeln der Holzteile mit Wasser vermindert werden kann.

Die BI ist nur zum Teil zufrieden: „Wann die Maßnahmen umgesetzt sein sollen, teilt das Umweltministerium nicht mit“, monieren die Vorsitzenden und fordern: „Die Umweltbelastung insbesondere der Equorder durch den Altholzschredder muss endlich entscheidend gemindert wird“ - und das zügig und noch in diesem Jahr.

Dass die Staubbelastung nicht gesundheitsgefährdend ist, bezweifeln Braun und Kauers-Theunert ausdrücklich. Zwar sei es möglich, dass das zuständige Gewerbeaufsichtsamt keine Hinweise darauf gefunden habe - aber auch nur, weil die „Überwachung völlig unzureichend“ sei. „Unangemeldete Kontrollen gibt es überhaupt nicht.“ Zwar sei man froh, dass das Umweltministerium die Zusagen gemacht habe, aber: „Die BI wird sich auch weiter für eine Verbesserung der Umweltsituation auf dem Gelände der PEG einsetzen.“

js

Info - Das sagt der Betreiber:

Betreiber der Schredderanlage ist die PEG. Prokurist Marcus Frerich sagte: „Es handelt sich nicht um Auflagen einer Behörde, sondern um freiwillige Maßnahmen.“ Die habe sich die PEG in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeaufsichtsamt überlegt. „Wir haben gemeinsam nach Lösungen gesucht und sie gefunden“ – so solle die Staubentwicklung und -belastung weiter minimiert werden. Zwar ist die Baugenehmigung noch nicht beantragt, Frerich sagte aber: „Wir wollen die Maßnahmen möglichst bis Sommer umsetzen.“ Dafür sollen rund 100000Euro investiert werden. Die Aufsichtsgremien müssen dem aber noch zustimmen.

js

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