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Ärger bei Bürgerinitiative: Keine Einladung zum Gespräch über Analyse der Equorder Teiche

Hohenhameln Ärger bei Bürgerinitiative: Keine Einladung zum Gespräch über Analyse der Equorder Teiche

Equord/Hohenhameln. Der Landkreis stellte gestern Bürgern und Politikern das Analyseergebnis zu den Teichen in Equord vor. Die waren nach dem Brand auf dem PEG-Gelände im September umgekippt, Tausende Fische starben. Nicht eingeladen war indes die Bürgerinitiative (BI) für Umweltschutz in der Gemeinde. Das sorgte für Ärger beim Vorstand der Initiative.

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Das sogenannte Kammmolch-Gewässer. Die Bürgerinitiative für Umwelt will, dass auch das saniert wird.

Quelle: oh

Außerdem fordert sie weitergehende Sanierungen. Der Landkreis bietet Gespräche an.

„Die Bürgerinitiative für Umweltschutz war nicht eingeladen, obwohl sie es war, die in vorderster Linie die Bemühungen der Equorder zur Sanierung der Teiche vorangebracht hat, auch durch Einschaltung des Niedersächsischen Umweltministeriums“, schreiben die Vorsitzenden Hartmut Braun und Marianne Kauers-Theunert in einer Stellungsnahme. „Ohne die BI hätten Landkreis und Entsorgungsgesellschaft für sich das Thema längst ‚begraben‘.“

Außerdem mahnt die Bürgerinitiative, die Analysen und geplanten Sanierungen gehen nicht weit genug. Denn: „Es wurde auch ein dritter Teich verschmutzt“ - das mutmaßliche Laichgewässer von Kammmolchen. „Gezielt wurden Löschwasserrückstände in den Teich auf dem ehemaligen Deponiegelände Equord-Stedum eingeleitet. Nun ist der Teich ökologisch tot, Kammmolche wurden nicht mehr nachgewiesen.“

Die BI fordert von Landkreis und PEG, den Teich komplett zu sanieren. „Dazu gehört eine vollständige Entschlammung. Danach müsste sichergestellt werden, dass nie wieder Löschwasser und Rückstände von der Deponie in das Gewässer gelangen können.“ Außerdem müsse über mehrere Jahre dokumentiert werden, welche Arten sich wieder im Teich ansiedeln. „Nur so kann weiterer Handlungsbedarf erkannt werden.“ Mit Blick auf die europaweit streng geschützten Kammmolche fordert die BI einen Gutachterplan zur Wiederansiedlung der Art im Raum Equord-Stedum. „In ihm müsste auch festgelegt werden, wo neue Laichgewässer angelegt werden sollten.“

„Sowohl vom Landkreis als auch der PEG erwarten wir, dass wir als einziger Umweltschutzverein in der Gemeinde bei zukünftigen Gesprächen nicht mehr ausgeschlossen werden.“ Wer einen offenen, unvoreingenommenen Dialog wolle, dürfe sich seine Gesprächspartner nicht aussuchen, sondern müsse mit allen zusammenarbeiten, die etwas zu sagen haben.

Die PAZ fragte beim Landkreis nach: „Wir haben unmittelbar nach Bekanntwerden des Gutachtens politisch Verantwortliche aus Equord und Hohenhameln informiert sowie eine umfangreiche Presseinformation geschaltet, die auch veröffentlicht wurde“, sagt Kreissprecher Kühn. „Weitere Informationen für die Öffentlichkeit - zu der die Bürgerinitiative zählt - werden auf einer zeitnahen Informationsveranstaltung in Equord angeboten.“ Bei Bedarf im Vorfeld stünden aber die Experten vom Kreis-Fachdienst Umwelt sowie der PEG „selbstverständlich den Mitglieder der BI zur Verfügung“.

js

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