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Adventsmarkt braucht neue Organisatoren

Hohenhameln Adventsmarkt braucht neue Organisatoren

Hohenhameln . Der Kulturverein will den Hohenhamelner Weihnachtsmarkt nicht mehr allein organisieren. Wenn sich keine neuen Helfer finden, muss die Veranstaltung im kommenden Jahr ausfallen.

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Beim Weihnachtsmarkt 2011 lief noch alles rund: Die Organisatoren Malte Cavalli (l.) und Ulrich Dornbusch (2.v.r.) mit Leierkastenmann Henry Ohlendorf.

Quelle: A/rb

„Der Weihnachtsmarkt ist dieses Jahr sehr gut gelaufen“, sagt Vereins-Chef Malte Cavalli. „Aber arbeitstechnisch war es die Hölle, weil wir vom Kulturverein mit der Organisation ziemlich allein waren.“

Sämtliche Schausteller anrufen, jedem einen Stellplatz zuweisen, ein Rahmenprogramm mit Musik und Stockbrot-Backen organisieren, Zelte aufbauen, Lichterketten aufhängen - in so einer Veranstaltung steckt viel Arbeit. „Der Weihnachtsmarkt ist die zweitgrößte Feier in Hohenhameln - nach dem Schützenfest“, sagt Cavalli. „Und das soll der kleinste Verein regeln?“ Knapp 80 Mitglieder habe der Kulturverein derzeit - aber nur etwa zehn Aktive.

Im kommenden Jahr könne der Verein den Weihnachtsmarkt nicht mehr allein organisieren, sagt Cavalli. „Die Arbeit muss auf mehr Schultern verteilt werden“, sagt er - sonst müsse die Veranstaltung ausfallen. Allerdings hofft er, dass es so weit nicht kommt: Für das kommende Jahr würde er gern die Junggesellschaft und den Schützenverein mit ins Boot holen - und natürlich die Bauhandwerksmeister, die den Kulturverein auch in diesem Jahr kräftig unterstützt haben, etwa indem sie Zelte aufbauten und sich um Strom und Wasser kümmerten. „Ohne die würde sowieso nichts funktionieren, auf die kann man sich verlassen“, sagt Cavalli.

Ob ein neues Team zustande kommt oder ob die Veranstaltung ins Wasser fällt, entscheidet sich wohl erst im nächsten Jahr. „Wir müssen das im Vorstand besprechen, ich kann das nicht allein entscheiden“, sagt Klaus Grönke, der Vorsitzende des Schützenvereins, dem Cavalli einen Teil der Organisation übertragen will. Die Junggesellschaft winkt dagegen jetzt schon ab: „Das kommt nicht in Frage, so leid es uns tut“, sagt der Vorsitzende Michael Westphal. „Wir machen gern ehrenamtliche Arbeit - aber wir haben schon jetzt sechs bis acht Veranstaltungen im Jahr.“ Cavallis Problem kann Westphal verstehen: „Ich beneide ihn nicht, er war wirklich von morgens um 8 bis abends um 23 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt. Aber so ist das leider in jedem Verein: Wenn es um Arbeit geht, sind es immer dieselben, die sie machen.“ Und auch bei der Junggessellschaft sei die Belastungsgrenze erreicht.

Cavalli sieht das anders: Wenn viele mit anpacken, sei die Arbeit auch schnell erledigt. „Wenn beim Auf- und Abbau für je eine Stunde zehn Junggesellen dabei sind, ist das easy“, meint er. Derzeit gebe es einfach zu wenige Helfer - und damit zu viel Arbeit für den einzelnen.

Auch im kommenden Jahr werde der Kulturverein helfen, den Markt zu organisieren. „Wir wollen uns da nicht rausstehlen“, versichert Cavalli. „Aber ich werde nur unterstützen. Ich mache das nicht mehr federführend - und dabei bleibt es auch.“ Selbst wenn das bedeutet, dass der Adventsmarkt ausfällt.

sur

Fest stand schon 2010 vorm Aus

Schon einmal drohte der Hohenhamelner Weihnachtsveranstaltung das Aus – nämlich im Jahr 2010, als sich die Werbegemeinschaft „Kauf Hier“ aufgelöst hatte. Der Verein hatte etwa 20 Jahre lang die Adventsmeile organisiert: Immer zum ersten Advent verwandelte sich die Bundesstraße in Hohenhameln in eine vorweihnachtliche Fußgängerzone.

2010 übernahmen der Kulturverein und die Bauhandwerksmeister die Organisation. Sie verabschiedeten sich von der Meile – vor allem wegen der hohen Kosten – und planten statt dessen einen kleinen, gemütlichen Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz. Damals habe es noch viel Unterstützung gegeben, sagt Cavalli: „Beim ersten Mal haben vielleicht 25 Leute mitorganisiert“, erinnert er sich. „Damals hatten ja alle Angst, dass es bald keinen Weihnachtsmarkt mehr gibt.“Ein Jahr später kamen zum Organisationstreffen nur noch 15 Helfer, „und dieses Jahr waren wir vielleicht zu zehnt – darunter fünf Bauhandwerksmeister.“

Jetzt steht der Weihnachtsmarkt erneut vor dem Aus. Sollte er 2013 ausfallen, wäre das allerdings eine Katastrophe, meint Cavalli: „Denn wenn so eine Veranstaltung einmal nicht mehr war, wird es verdammt schwer, sie wieder zum Laufen zu kriegen.“

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