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100 Arbeitsstunden für Körperverletzung

Hohenhameln 100 Arbeitsstunden für Körperverletzung

Peine/Hohenhameln. Aus Diebstahl wurde versuchte Nötigung, aus gefährlicher Körperverletzung eine „einfache“, und die Anklage wegen Waffenbesitzes wurde eingestellt:

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Vor dem Amtsgericht musste sich ein junger Hohenhamelner wegen mehrerer Straftaten verantworten.

Quelle: A

Die Jugendrichterin im Amtsgericht Peine sah gestern von einer Jugendstrafe für einen bislang unbescholtenen Auszubildenden aus der Gemeinde Hohenhameln ab. Aber er muss 100 soziale Arbeitsstunden ableisten und sechs Monate lang an einem sozialen Trainingskurs bei der Labora teilnehmen, entschied sie.

Es gab eine Party im Herbst vergangenen Jahres im Elternhaus des Angeklagten, der nach seinen Angaben bei Gericht danach 300 Euro vermisste. Auf den Tipp eines Partygastes hin forderte er von einem anderen, ebenfalls 20-jährigen Gast am nächsten Tag die Summe zurück. Da er kein Geld bekam, habe er - nach vorheriger Einigung mit dem Gast - den Monitor und die Tastatur vom Rechner nach eigener Aussage als Pfand mitgenommen, bis der Gast den Schaden beglichen hätte.

Wohl habe er ihm auch einen Faustschlag versetzt, nach dem der Angegriffene zu Boden ging. Tritte gegen Brust, Hals und ins Gesicht, wie in der Anklage beschrieben, wollte er jedoch nicht ausgeführt haben.

Der Geschädigte schilderte vor Gericht eine andere Version. So habe der Vorwurf gegen ihn nicht gelautet, dass er Geld gestohlen haben sollte, sondern Marihuana, was er aber abstritt. Er selbst habe dem Angeklagten angeboten, er könne sein Zimmer durchsuchen, was dieser auch tat - ergebnislos. Dennoch habe der Angeklagte das Computerzubehör mitgenommen und den Geschädigten geschlagen. Die Folge sei eine blutige Lippe gewesen. An Tritte konnte sich der Zeuge nicht konkret erinnern.

Bis der Geschädigte mit diesen Angaben herausrückte, bedurfte es insistierender Nachfragen von Richterin und Staatsanwaltschaft. „Etwas zu verheimlichen entspricht dem Tatbestand der Falschaussage“, warnte die Richterin den jungen Mann, der mit einem Zeugenbeistand erschienen war.

Die Computersachen behielt der Angeklagte nicht für sich und verkaufte sie auch nicht. Er hat sie als Druckmittel eingesetzt, was die Richterin nicht als Diebstahl, sondern als versuchte Nötigung wertete. Später gab er sie von sich aus bei der Polizei ab.

Die Anklage wegen Waffenbesitzes - es ging um ein so genanntes Butterfly-Messer, das ihm schon 2013 in der Schule abgenommen worden war - stellte das Gericht ein. Der junge Mann entschuldigte sich in aller Form für sein Tun und versicherte, dass so etwas nie wieder vorkommen werde.

hui

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