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Wo einst Pferde beschlagen wurden, werden heute Torten verkauft

Edemissen Wo einst Pferde beschlagen wurden, werden heute Torten verkauft

Edemissen. Für alte Gebäude eine sinnvolle Nachnutzung zu finden, ist nicht immer einfach, hat aber einen besonderen Reiz. In einer Serie stellt die PAZ gelungene Beispiele aus der Gemeinde Edemissen vor.

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Aus der einstigen Schmiede wurde nach einer umfassenden Sanierung das Landcafé.

Quelle: taw

Heute geht es um die ehemalige Schmiede am Eichenweg im Kernort. Gemütliche Tische vor großen Sprossenfenstern, ein Tresen mit Tassen und Kaffemaschinen und ein großer Kühlschrank mit selbstgebackenen Torten bestimmen das Bild, und nichts erinnert im ersten Moment im Landcafé am Eichenweg in Edemissen daran, dass das Gebäude einst eine Schmiede war. Erst bei genauerem Hinsehen sind hier und dort noch Elemente des früheren Erscheinungsbildes zu erkennen.

Es ist vor allem die Außenansicht, die das Eigentümer-Ehepaar Schröder erhalten hat. Das bereits früher sichtbare Fachwerk an der Giebelseite in Richtung Volksbank ist auch heute noch zu sehen. „Wir haben allerdings einige der Balken austauschen müssen. Auch das dazwischen liegende Mauerwerk ist neu“, berichtet Edeltraut Schröder, Inhaberin und Betreiberin des 2002 eröffneten Landcafés.

An der Westfassade, die in Richtung Hauptstraße zeigt, lassen sich noch frühere Elemente entdecken. So wurden die drei für das Gebäude charakteristischen großen Sprossenfenster durch neue und nahezu baugleiche ersetzt. Außerdem ist die Wand - wie ursprünglich auch - mit Ziegelsteinen abgehängt. Lediglich die Tür, die heute den Café-Gästen den Zutritt ermöglicht, lässt sich auf historischen Bildern nicht erkennen.

„Das Gebäude war sehr marode. Obwohl einiges wie früher aussieht, mussten wir alles erneuern. Mein Mann ist Bauingenieur und hat Spaß daran, alte Häuser zu sanieren“, erklärt Schröder. Ursprünglich hatte er sich das Gebäude zu seinem Ingenieurbüro umgebaut. Doch als bei Edeltraut Schröder der Wunsch reifte, sich mit einem Café selbstständig zu machen, wurde die alte Schmiede dafür hergerichtet.

Der Innenraum ist in keiner Weise mehr mit dem Originalzustand zu vergleichen - blau-weiße Dekoration verleiht Urlaubscharakter. „Das ist so gewollt. Denn ich komme von der Nordsee“, erklärt Schröder.

Das Inventar der Schmiede war noch lange Zeit erhalten. Erst kurz bevor der Umbau des Gebäudes begann, wurde es registriert und ausgeräumt. Vieles kam in das Magazin des Kreismuseums, ein Teil auf den Schrottplatz. „Ein museales Kleinod“ sei die Schmiede zu dieser Zeit gewesen, heißt es in einem Zeitungsartikel aus dem Monat April 1990. Eine Schmiede, die so komplett erhalten sei, habe Seltenheitswert, hieß es in dem damaligen PAZ-Bericht.

wos

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