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Wird Ilsche Gieseking rehabilitiert?

Edemissen Wird Ilsche Gieseking rehabilitiert?

Edemissen. Insgesamt 54 belegte Verfahren wegen Hexerei mit 33 hingerichteten Menschen sind aus dem Zuständigkeitsbereich des Klosters Loccum bekannt. Eine dieser vermeintlichen Hexen ist Ilsche Gieseking, deren Nachfahre Gerhard Gieseking in Edemissen lebt und sich mit der Geschichte seiner Ahnin befasst hat.

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Gerhard Gieseking mit dem Heft, in dem die Geschichte seiner Ahnin erzählt wird.

Quelle: A/sur

Angesichts des 850. Geburtstags des Klosters Loccum setzt sich nun der evangelische Pastor im Ruhestand Hartmut Hegeler für die Rehabilitierung der angeblichen Hexen ein.

„Die Hexenverfolgungen sind neben dem Holocaust einer der größten nicht-kriegsbedingten Massenmorde des Menschen durch den Menschen“, argumentiert Hegeler. Die Opfer seien nie rehabilitiert worden, sie gelten bis heute als schuldig im Sinne der Anklage: Sie hätten sich „dem Teufel verschrieben, Gott geleugnet und durch Zauberei Schaden über die Menschheit und die Natur bewirkt“.

„Es muss deutlich gesagt werden, dass es keine Hexen gab. Vielmehr wurden Menschen durch Folter zu entsprechenden Geständnissen gebracht“, sagt Hegeler. Die Hexenprozessakten aber würden bezeugen, dass viele Angeklagte trotz schlimmster Martern bis zu ihrem letzten Atemzug an ihrem Glauben an Gott festhielten.

Die anstehende 850-Jahr-Feier des Klosters sowie das bevorstehende Reformationsgedenkjahr 2017 wären geeignete Anlässe, die Opfer der Hexenverfolgung zu rehabilitieren, argumentiert Hegeler, der sich mit diesem Ansinnen schriftlich an den Landesbischof Ralf Meister und an den Rat der Stadt Loccum gewendet hat.

Auch andernorts hat sich der Pfarrer aus Unna bereits für die Rehabilitation der Opfer von Hexenprozessen eingesetzt. Bislang haben 21 Orte - überwiegend in Bayern, Thüringen, Hessen und Nordrhein-Westfalen - ihre angeblichen Hexen rehabilitiert. In Niedersachsen hat bisher nur Osnabrück diesen Schritt getan.wos 2 Die Evangelische Akademie Loccum bietet am 22. Juni unter dem Motto „Der Zauberey sehr verdächtig, aber nicht überführt“ eine ganztägige Veranstaltung an.

Infos gibt es im Internet: www.loccum.de/akademie

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