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"Wir bleiben, so lange es nötig ist!"

Edemissen "Wir bleiben, so lange es nötig ist!"

Wenn - wie am Dienstag in Edemissen geschehen - das eigene Haus vor den Augen der Bewohner brennt, ist das eine absolute Extremsituation. Um die Betroffenen nicht allein zu lassen, gibt es Notfall-Seelsorger. Auch in Edemissen war einer von ihnen im Einsatz. Die PAZ sprach mit Hartmut Seelenbinder, der gemeinsam mit seiner Frau Katrin die Notfallseelsorge für den Kirchenkreis Peine koordiniert.

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Hausbrand in Edemissen: Dichter Rauch hüllt das brennende Gebäude ein. Rechts wird gerade das Fahrzeug mit der Drehleiter in Stellung gebracht.

Quelle: wos

Herr Seelenbinder, weiß man als Notfallseelsorger, was einen erwartet, wenn man zu einem Einsatz fährt?

Ja, ungefähr schon. Wir telefonieren vorher mit der Leitstelle und bekommen die Informationen, die dort bekannt sind. Wir wissen also, ob es ein Unfall ist oder ein Brand oder etwas ganz anderes.

Wird ein Notfallseelsorger automatisch mit alarmiert?

Früher war das so, wir sind aber zu vielen Einsätzen gefahren, bei denen wir nicht gebraucht wurden. Jetzt ist es so geregelt, dass der Einsatzleiter vor Ort von Fall zu Fall entscheidet, ob ein Notfallseelsorger gebraucht wird. Er bittet dann die Leitstelle, uns zu benachrichtigen.

Fährt immer der diensthabende Seelsorger zum Einsatz?

Nein. Mittlerweile sind fast alle Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreise Peine und einige weitere Menschen darüber hinaus in die Notfall-Seelsorge eingebunden. Wir versuchen nach Möglichkeit, den Ortspastor einzusetzen. Er hat sozusagen einen Heimvorteil, kennt vielleicht die Familie und Hintergründe.

Was genau ist die Aufgabe des Notfallseelsorgers?

Die Menschen sind in der Regel eine absolute Ausnahmesituation, in der normale Psychomechanismen nicht mehr greifen. Wir versuchen ihnen zu vermitteln, dass sie nicht allein sind und nehmen sie mit ihren Gefühlen ernst. Außerdem ist es unsere Aufgabe, die Situation zu stabilisieren, zum Beispiel indem wir gemeinsam überlegen, wen man aus dem persönlichen Umfeld anrufen kann oder auch indem wir helfen zu klären, in welches Krankenhaus ein Unfallopfer gebracht wurde und Ähnliches. Wichtig ist es, den Betroffenen das Handel nicht einfach abzunehmen, sondern sie dabei zu unterstützen.

Wie lange dauert ein Einsatz?

Das ist natürlich sehr unterschiedlich. Manchmal ist ein gut funktionierender Familienverband in der Nähe, dann erden wir vielleicht schon nach 20 Minuten nicht mehr gebraucht. Manchmal müssen Angehörige von weit her anreisen, dann kann es auch schon einige Stunden dauern. Wir bleiben, so lange es nötig ist.

Interview: Kerstin Wosnitza

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