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Wipshausen: Korridor für Wildtiere

Edemissen Wipshausen: Korridor für Wildtiere

Wipshausen. Heftig umstritten ist derzeit ein Gebiet westlich von Wipshausen: Die Firma Papenburg möchte dort Kies abbauen, dem entgegen stehen aber Interessen des Naturschutzes. Genauer: Das Gebiet soll als Korridor für Wildkatzen dienen, damit sich diese Tiere, von denen es in Deutschland geschätzt nur noch 5000 bis 7000 gibt, von ihren derzeitigen Lebensräumen aus ausbreiten können. Von diesem Korridor profitieren aber auch viele andere Arten.

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Übersicht über das „Rettungsnetz Wildkatze“. Das Grüne Band ist ein weiteres BUND-Vernetzungsprojekt entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Quelle: Thomas Stephan/BUND

Wildkatzen brauchen unberührte und vor allem zusammenhängende große Waldgebiete, die es in Deutschland kaum noch gibt. Landwirtschaft, Siedlungen, Straßen und Bahnlinien zerschneiden die Wälder. „Die Vorkommen von Waldtieren wie Wildkatze oder Luchs sind inzwischen so klein und so weit voneinander getrennt, dass ihr Überleben und damit die biologische Vielfalt auf dem Spiel stehen“, sagt die Projektkoordinatorin beim BUND, Charlotte Dietrich.

Um das Aussterben solcher Tiere zu verhindern, versucht der BUND mit dem Projekt „Rettungsnetz Wildkatze“ die Wälder wieder miteinander zu vernetzen. In unserer Nähe zum Beispiel gibt es im Harz, im Leine-Weser-Bergland, im Hakel und im Elm Wildkatzenvorkommen.

Außerdem befinden sich unter anderem in der Lüneburger Heide, in der Colbitz-Letzlinger Heide nördlich von Magdeburg und im östlich von Magdeburg gelegenen Fläming Landstriche, in denen sich Wildkatzen ansiedeln könnten. Damit dies möglich wird, muss es eine Vernetzung der einzelnen Biotope geben. „Wir bevorzugen dabei natürlich Routen, an denen schon mehrere kleine Waldgebiete liegen und die relativ einfach zu vernetzen sind. An einem dieser Korridore liegt die Fläche bei Wipshausen“, sagt Dietrich.

Pilotprojekte zeigen, dass ein Waldverbund mit grünen Korridoren aus Büschen und Bäumen sinnvoll ist. „Von den Bemühungen für die Wildkatze profitieren auch viele andere Arten“, erklärt Dietrich.

Die Rede ist in diesem Zusammenhang unter anderem von Dachsen, Haselmäusen, Laubfröschen und Laufkäfern, die auch Samen von Pflanzen mit sich tragen. Natürliche, ungehindert passierbare Verbindungen zwischen Lebensräumen entscheiden über den Fortbestand vieler Tier- und Pflanzenarten.

wos

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