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Wipshausen: 70 Menschen demonstrierten für einen „runden Kies-Tisch“

Edemissen Wipshausen: 70 Menschen demonstrierten für einen „runden Kies-Tisch“

Wipshausen . Rund 70 Menschen waren gestern zum Kieswerk Papenburg bei Wipshausen gekommen, um für die Genehmigung für eine weitere Kiesabbaufläche zu demonstrieren.

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Gestern demonstrierten rund 70 Menschen in Wipshausen.

Quelle: Isabell Massel

Außer den knapp 50 unmittelbar betroffenen und um ihre Arbeitsplätze bangenden Mitarbeitern um Betriebsleiter Norbert Naase waren Vertreter von Firmen gekommen, die mit dem Kieswerk zusammenarbeiten. Auch Mitglieder des Ortsrates von Wipshausen und der Bürgermeister der Gemeinde Edemissen, Frank Bertram, waren vor Ort. Bertram signalisierte Verständnis für das Anliegen der Demonstranten. „Die Gemeinde hat sich klar positiv positioniert“, sagte er gegenüber der PAZ.

Naase und Horst Redemann von der IG Bau machten in ihren Worten an die Demonstranten noch einmal deutlich, dass aus ihrer Sicht noch immer ein Kompromiss möglich ist, der den Erhalt der Arbeitsplätze und die Belange des Naturschutzes vereinbar macht.

„Wir haben kein Verständnis für das aus unserer Sicht kategorische ‚Nein‘ seitens der zuständigen Naturschutzbehörde des Landkreises“, machten beide Redner deutlich. Es gebe seriöse Gutachten, die im geplanten Ablauf der weiteren Auskiesung kein Problem für die Natur sehen. Ihr Wunsch sei es, einen „runden Kies-Tisch“ zu installieren, an dem ergebnisoffen miteinander geredet wird, betonten Naase und Redemann.

„Die Vernunft sollte eine zweite Chance bekommen. Ich denke, hier geht es nicht um Sachfragen, sondern um ein Politikum“, sagte Günter Mertins (Kreistagsabgeordneter der CDU) am Rande der Demo gegenüber der PAZ.

Einen neuen Kompromissvorschlag präsentierte Naase gestern: Der Naturschutzbund (Nabu) habe Unterstützung signalisiert und würde die Auskiesung sowie die Renaturierung des so entstehenden Gewässers begleiten. Das bestätigte der Vorsitzende des Nabu-Kreisverbands, Uwe Schmidt, auf Nachfrage der PAZ.

Während der Demo wurde eine Kiesprobe vorbereitet, die heute dem Peiner Landrat Franz Einhaus überreicht werden soll. Sie soll durch Kies, Pflanzen und eine Grassode die Vereinbarkeit von Kiesabbau und Naturschutz symbolisieren.

wos

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