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Wipshäuser Schützen mussten trinkfest sein

Edemissen-Wipshausen Wipshäuser Schützen mussten trinkfest sein

Wipshausen . Vor 125 Jahren wurde die Junggesellschaft der Wipshausener Schützen aus der Taufe gehoben. Der älteste Schützenbruder, Rudi Nordmeyer, erinnert sich mit 84 noch gut an seine Zeit als Junggeselle.

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1955 war Rudi Nordmeyer Schützenkönig der Wipshausener Junggesellen. Der 84-Jährige kann sich noch an viele „Döneken“ erinnern.

Quelle: hui

Leider fanden seine Geschichten von früher aber keinen Eingang in das Jubiläumsbuch, da der rüstige Rentner zurzeit der Erstellung gerade im Urlaub weilte und irgendwo in Deutschland mit dem Fahrrad unterwegs war. Die PAZ druckt jetzt einige seiner Erinnerungen von vergangenen Schützenfesten exklusiv ab.

So hatte man sich während des Krieges und auch danach noch beim Feiern mit Rübenschnaps behelfen müssen. Der wurde selbstverständlich selbst gebrannt, und ebenso selbstverständlich war das verboten. „Aber unser Dorfpolizist damals hat dicht gehalten, wenn er auch ein paar mittrinken durfte“, sagt Nordmeyer mit einem verschmitzten Grinsen.

1949, als sich die Junggesellschaft wieder gegründet hatte, mussten die jungen Männer des Dorfes die jungen Mädchen zum Schützenfest einladen. Konkurrenz aus dem Nachbardorf durfte es allerdings nicht sein, und auch das Anbandeln mit Flüchtlingsmädchen war nicht gern gesehen. „Glücklicherweise haben sich einige darüber hinweg gesetzt“, sagt Rudi Nordmeyer.

Von einem Schützenfest in der Gastwirtschaft Pape im Ortsteil Horst war noch lange die Rede. Oma Pape war berühmt wegen ihrer lecker belegten Appetitbrote, die als Mitternachtsschmaus gereicht wurden. Die Mengen an Broten mussten schon früh gestrichen werden und lagerten mangels Platz im Kühlschrank in der Speisekammer, die vor der sommerlichen Hitze nur leidlich Schutz bot.

„Die teilweise schon stark angetrunkenen Mitternachtshungrigen freuten sich schon sehr auf die leckeren Brote, aber kaum einer bemerkte den leicht säuerlichen Geschmack“, berichtet der ehemalige Junggeselle. „Was dann passierte, kann sich ja jeder vorstellen!“

Neben einem Pferdemagen mussten die Wipshäuser Schützen allerdings auch Trinkfestigkeit besitzen, wie die Geschichte von Rudi Stolte zeigt. Der Kaufmann kredenzte bei heißem Sommerwetter den durstigen Schützen zu ihrem Umzug gefüllte Weingläser. Das dachten die Schützen zumindest. Allerdings waren die Gläser mit Schnaps gefüllt, der dem Wein ähnlich sah, es aber mit 56 Volumenprozent deutlich in sich hatte. In sich hatten es dann auch die Schützen - und der Umzug musste wegen Trunkenheit abgebrochen werden.

hui

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