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Wipshäuser Badesee: Blaualgen-Verdacht

Edemissen Wipshäuser Badesee: Blaualgen-Verdacht

Wipshausen. Der Wipshäuser See ist wegen des Verdachtes auf eine Blaualgen-Entwicklung vom Gesundheitsamt des Landkreises Peine beprobt worden. Vom Baden wird derzeit abgeraten, da es im Uferbereich bei bestimmten Windverhältnissen zu einer Aufrahmung von möglicherweise giftigen Blaualgen kommen kann, meldet der Landkreis als Aufsichtsbehörde.

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Mit Informations-Schildern wie auf diesem Archiv-Foto weist der Landkreis auf den möglichen Befall des Wipshäuser Badesees mit Blaualgen hin.

Quelle: A

„Entsprechende Schilder in Ufernähe weisen die Besucher darauf hin“, sagt Kreis-Sprecherin Katja Schröder.

Bis dem Gesundheitsamt das Ergebnis der vorgenommen Wasserprobe vorliegt, sind folgende Hinweise zu beachten:

! Beim Schwimmen sollte das Schlucken des Wassers vermieden werden.

! Der Aufenthalt in Bereichen mit sichtbaren Schlieren sollte vermeiden werden.

Zudem sollte der direkte Kontakt mit den Blaualgen vermieden werden. Dies gilt insbesondere für Kinder beim Spielen im Strandbereich.

Falls nach dem Baden Beschwerden wie Erbrechen, Durchfall, Atemnot, Hautreizungen oder Quaddeln auftreten sollten, ist ein Arzt aufzusuchen und das Gesundheitsamt zu informieren.

Hintergrund: Im Hochsommer entwickeln sich in ruhigen, nährstoffreichen Gewässern häufig übermäßig viele sogenannte Blaualgen. Dieser Name ist im Grunde irreführend, denn es handelt sich dabei eigentlich um Bakterien und nicht um Algen, wie auch die wissenschaftliche Bezeichnung Cyanobakterien deutlich macht.

Diese einzelligen Organismen sind meist grün oder grünblau gefärbt. Bei Massenentwicklungen können sie Schlieren und Teppiche an der Wasseroberfläche bilden, sich wolkenartig im Wasser verteilen oder sich ganz regelmäßig fein als Einzelzellen ausbreiten und das Wasser trüben.

Die Ausbreitung der Cyanobakterien hat Folgen für das Ökosystem See und seine Besucher: Durch die massenhaften Blaualgenzellen gelangt weniger Licht zu den Wasserpflanzen in größeren Tiefen. Es kommt zu Sauerstoffschwankungen im See und unter Umständen zu Fischsterben.

Die meisten Blaualgenarten sind für den Menschen harmlos. Bestimmte Blaualgen produzieren aber Stoffe, die für den Menschen giftig sind. Durch Verschlucken können die Gifte in den Körper gelangen und zu Übelkeit, Durchfall und Erbrechen führen. Blaualgen sind auch für Reizungen an Haut, Schleimhaut und Auge sowie Entzündungen und allergische Reaktionen verantwortlich.

wos

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