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Weder Gewalttäter noch Opfer werden

Edemissen Weder Gewalttäter noch Opfer werden

Edemissen. Er ist ein Mann wie ein Schrank, trägt eine Irokesen-Frisur und Tattoos und wirkt auch gar nicht schüchtern, sondern eher total cool. Doch er gibt offen zu, dass es ihm oft geht wie den Sechstklässlern, mit dem er es an der Mühlenberg-Realschule zu tun hat: Er hat Angst, er ist verunsichert oder er ist wütend.

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Bis zu fünf Bälle fliegen gleichzeitig durch die Sporthalle – da muss man genau auf sich und andere achten. Die Übung ist Teil des Antigewalttrainings von Kalle Emter (4.v.r.).

Quelle: wos

Kalle Emter heißt der eindrucksvolle Kerl, und was man auf den ersten Blick kaum vermutet: Er ist Sozialpädagoge. In Edemissen zu Gast ist der Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt (ARUG) aus Braunschweig im Rahmen der Gewaltpräventionstage, und er führt mit den Kindern ein Antigewalttraining durch.

„Ich mache eigentlich gar nichts Besonderes“, gibt er sich bescheiden. Er möchte die Jungen und Mädchen dahin bringen, mit anderen so umzugehen, wie sie selbst behandelt werden wollen. „Dazu gehört es auch, sich selbst ernst zu nehmen“, sagt er.

Das ist nicht selbstverständlich, und so geht eine der ersten Übungen in diese Richtung: Wer möchte, kann vortreten, deutlich seinen Namen sagen und den Satz: „Ich bin nicht auf der Welt, um anderen einen Gefallen zu tun!“ Manche kommen der Aufforderung selbstbewusst nach, andere schüchtern, und wieder andere möchten diese Aufgabe lieber nicht umsetzen - und alles ist in Ordnung.

Bei einer anderen Übung werden bis zu fünf Bälle gleichzeitig im Kreis herumgeworfen. Da muss man schon sehr aufmerksam miteinander umgehen, damit es nicht zu Unfällen oder Chaos kommt.

Mehrere Tage beschäftigen sich die Realschüler auf unterschiedliche Weise teils im Klassenverband und teils nach Geschlechtern getrennt intensiv mit dem Thema Gewalt. Unter anderem thematisiert die Schul-Sozialarbeiterin Katharina Jarck-Brennecke eigene Gewalterfahrung sowohl von der Täter- als auch von der Opferseite aus.

Auch Selbstverteidigung und vieles mehr steht auf dem Plan. Ziel dieser Gewaltprävention ist es, das die Schüler lernen, das eigene Verhalten zu reflektieren und so zu beeinflussen, dass sie weder zu Opfern noch zu Tätern werden.

wos

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