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Vorwurf Tierquälerei: Freispruch für Landwirt

Edemissen Vorwurf Tierquälerei: Freispruch für Landwirt

Gemeinde Edemissen. „Freispruch“ lautete am Montag im Peiner Amtsgericht das Urteil für einen 55 Jahre alten Landwirt aus der Gemeinde Edemissen. Er war wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angeklagt worden, weil er beim Mähen einer Wiese im vergangenen Jahr fünf Rehkitze getötet und eins lebensgefährlich verletzt haben sollte.

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Ein Rehkitz sucht im hohen Gras Schutz. Doch wenn gemäht wird, sind die Tiere in tödlicher Gefahr.

Quelle: A

Das Gericht konnte dem Mann nach etlichen Zeugenaussagen kein Fehlverhalten nachweisen.

Zweier Verhandlungstermine bedurfte es, um den Landwirt vom Vorwurf der Tierquälerei zu entlasten (PAZ berichtete). Wie erst beim zweiten Termin klar wurde, basierte die Anklage auf einem Zeitungsartikel (nicht aus der PAZ), in dem der Mann beschuldigt worden war, durch sein gleichgültiges Verhalten und rücksichtsloses Agieren mit dem Kreiselmäher sechs Rehkitze auf dem Gewissen zu haben. Daraufhin hatte die Polizei Ermittlungen aufgenommen.

In dem Artikel wurden Anwohner mit grausigen Feststellungen und höchst emotionalen Äußerungen zitiert, an die sie sich allerdings beim ersten Verhandlungstermin vor einer Woche und auch gestern nicht mehr erinnern konnten. „Das ging so im Dorf ‚rum, alle haben darüber gesprochen“, sagte eine Zeugin.

Der Angeklagte versicherte, er sei die Wiese vor der Mahd ordnungsgemäß abgegangen, habe aber keine Tiere dort entdeckt. Die 78 Jahre alte Verpächterin der Wiese, die einen guten Blick über das drei Hektar große Gelände hat und dem Mann die ganze Zeit zuschaute, bestätigte dies. Sie habe auch zwei Kitze gesehen, aber die seien höchst lebendig gewesen und hätten die Wiese gemeinsam mit ihrer Mutter verlassen.

Eine Anwohnerin (78) bestätigte aber, dass der frühere Pächter der Wiese mit einem schwer verletzten Kitz im Arm sie kontaktierte und das Tier schließlich von einer Tierärztin eingeschläfert wurde. Er wollte auch die weiteren Kadaver ebenda gefunden und in Absprache mit dem Revierförster eingesammelt und am Feldrain abgelegt haben.

Allerdings hatte niemand sonst diese Kadaver gesehen. „Der Beschuldigte hatte ja seinen vierjährigen Sohn und einen Jungen aus dem Dorf mit, die so gerne Trecker fahren. Spätestens bei der nächsten Runde hätten die Kinder doch die Überreste gesehen“, sagte die Eigentümerin des Grundstücks.

So sahen das auch Staatsanwalt und Richter und sprachen den Mann frei.

hui

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