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Vortrag über multiresistente Keime

Edemissen Vortrag über multiresistente Keime

Edemissen. Welche Rolle spielen antibiotikaresistente Keime für die Human- und Tiermedizin? Diesem aktuellen Thema widmete sich der Vortrag des Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen in Edemissen - und kam dabei sehr gut beim Publikum an.

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Dr. Imke Lührs hielt den Vortrag.

Quelle: mgb

Edemissen. Referentin war Dr. Imke Lührs, die Gründungsmitglied der Initiative „Ärzte gegen Massentierhaltung“ ist. Sie erläuterte anschaulich, wie Antibiotika-Resistenzen entstehen und wie resistente Keime ausgetauscht werden. In der Humanmedizin würden multiresistente Keime vor allem im Krankenhaus übertragen und seien sehr gefährlich für Patienten mit geschwächtem Immunsystem, so Lührs: „Die resistenten Keime können sich aber auch nach einer bereits erfolgten Antbiotikabehandlung besonders gut ausbreiten und schwere Infektionen verursachen, gegen die kein Antibiotika mehr hilft.“

Viele der Keime würden dabei aus der industriellen Landwirtschaft kommen, fasst David Schwarz von den Edemisser Grünen zusammen. „So tragen etwa 80 Prozent der Schweinehalter multiresistente Keime an sich.“ Auch das Fleisch aus der konventionellen Mast sei häufig belastet und Träger dieser Keime. „Der Grund hierfür ist, dass in der Regel der komplette Tierbestand mit Antibiotika behandelt wird. Die massenweise Antibiotikagabe hat jedoch zur Folge, dass sich die resistenten Keime ungehindert vermehren können.“ Die Referentin sorge sich auch darüber, dass immer mehr Notfall-Antibiotika, also Antibiotika die für Notfälle in der Humanmedizin vorgesehen sind, in der Tiermast eingesetzt werden.

Um die Gefahren durch multiresistente Keime zu mindern, sei eine Förderung der artgerechten Tierhaltung nötig, sowie eine Änderung der Vergabepraxis von Medikamenten in der Tiermedizin. „In Deutschland verdient der Tierarzt an den verkauften Medikamenten und hat dadurch gegebenenfalls Anreize möglichst viel abzugeben. Die Krankenhaushygiene sollte ebenfalls deutlich verbessert werden. Hier können die Niederlande oder Dänemark als Vorbild dienen“, referierte sie.

Im Anschluss an das Referat entstand eine lebhafte Diskussion. Die Grünen zeigen sich zufrieden. Schwarz: „Der Vortrag war wachrüttelnd, die sachliche Ebene wurde jedoch nicht verlassen, was uns bei diesem Thema sehr wichtig ist.“

sip

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