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Vorkonfirmanden besuchten Bestattungsinstitut

Edemissen Vorkonfirmanden besuchten Bestattungsinstitut

Abbensen. Ein Thema, über das nicht gern gesprochen wird, ist der Tod. Und doch berührt er jeden Menschen; mal früher, mal später.

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Etwa 25 Vorkonfirmanden besichtigten mit Kirchenvorsteherin Ilona Ebeling und Pastor Philipp Mohnke-Winter ein Bestattungsinstitut in Peine. Von dem Besuch waren die Jungen und Mädchen positiv überrascht.

Quelle: oh

Viele Informationen dazu bekamen jetzt Vorkonfirmanden beim Besuch eines Bestattungsinstituts.

Sterben gehört zum Leben dazu. Doch was passiert eigentlich mit Verstorbenen? Eine Antwort auf die Frage erhielten kürzlich etwa 25 Vorkonfirmanden aus Abbensen, Oelerse und Eddesse bei einem Besuch im Bestattungsinstitut Ebermann-Gaus in Peine. Mit dabei waren Pastor Philipp Mohnke-Winter und Kirchenvorsteherin Ilona Ebeling, die für den Friedhof und die Konfirmanden in Abbensen zuständig ist.

Die Idee ist aus dem „Friedhofstag“ hervorgegangen: „Immer am Samstag vor dem Volkstrauertag haben wir in den vergangenen Jahren mit den Vorkonfirmanden die Gräber gepflegt, für die keiner mehr zuständig war. Nun haben wir aber keine zu pflegenden Gräber mehr, weil wir diese eingeebnet haben. Und so kam die Idee auf, ein Bestattungsinstitut zu besichtigen“, berichtet Ebeling.

Dadurch sollten die Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 13 Jahren in Berührung mit den Themen Tod und Sterben kommen. „Das Ziel war, ihnen die Angst und Unsicherheit zu nehmen“, erklärt Ebeling. Im Vorfeld seien die jungen Leute sehr aufgeregt und angespannt gewesen, erzählt die Kirchenvorsteherin. Sie hätten viele Fragen gestellt, zum Beispiel: „Darf man Tote anfassen?“ und „Wird man davon krank?“

Doch die Angst hat ihnen Silke Ebermann-Gaus vom Bestattungsinstitut genommen. Sie ist mit der Gruppe durch das ganze Haus gegangen und hat ihr dabei Räume wie den Kaffeeraum sowie die Trauerhalle gezeigt. „Währenddessen habe ich den Ablauf einer Beerdigung erklärt“, sagt Ebeling. Dann hat Ebermann-Gaus den jungen Besuchern verschiedene bunte Urnen gezeigt, die sie anfassen durften.

„Weiter habe ich erzählt, dass man bei einer Beerdigung auch Musik spielen kann.“ Besonders spannend sei die Sarg-Ausstellung gewesen; dort stand ein offener Sarg, in den die Mädchen und Jungen hineinfassen durften. Einige hätten dabei festgestellt, dass es von innen so weich wie ein Bett gewesen sei. Probeliegen war jedoch nicht erlaubt.

Im Nachhinein sei es gar nicht so schlimm gewesen, berichtet Ebeling. „Die Kinder waren am Ende der Besichtigung angenehm überrascht.“

Diese Beobachtung hat auch Pastor Mohnke-Winter gemacht. Sein Fazit: „Der Besuch beim Bestattungs-Institut war insgesamt eine gelungene Sache. Ich finde, Frau Ebermann-Gaus hat den richtigen Ton getroffen. Und sie hat den Vorkonfirmanden viele Ängste genommen.“

va

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