Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Vor 60 Jahren: Blumenhagener Reiter gewann Großen Preis von Deutschland

Edemissen Vor 60 Jahren: Blumenhagener Reiter gewann Großen Preis von Deutschland

Blumenhagen. Heute genau 60 Jahre ist es her, dass der Blumenhagener Günter Rodenberg für eine Sensation gesorgt hat: Der damals fast nur im Peiner Land bekannte erst 22-jährige Amateur-Springreiter gewann am 7. Februar 1954 den Großen Preis von Berlin - eines der wichtigsten Turniere des Springsports. Die PAZ besuchte den heute 83-Jährigen und schwelgte mit ihm in Erinnerungen.

Voriger Artikel
Ehrungen und Preisverleihungen bei der VfG Mödesse
Nächster Artikel
Familienzentrum plant Neues und setzt Bewährtes fort

Günter Rodenberg heute.

Quelle: bol

Einen ganzen Ordner voller Zeitungsberichte und Fotos, liebevoll gestaltet von seiner Frau Elisabeth, hält Rodenberg in der Hand. Zu nahezu jedem Bild gibt es eine Geschichte. So etwa, als Rodenberg mit seiner Hanna, die aus dem Stall des Landwirts Albert Meyer stammte, über eine 2,10 Meter hohe Mauer sprang. „Hanna war gar nicht so groß. Sie wusste nicht, was sie hinter der Mauer erwartet“, erzählt der Champion. Doch die Stute ist mit ihrem Reiter gesprungen - fehlerfrei.

Gern denkt der 83-Jährige auch an den Einzug ins Dorf nach dem Großereignis in Berlin zurück. „Das war alles ein großes Durcheinander“, erinnert er sich, „Hannas Interzonenpapiere waren nicht fertig, damals gab es ja noch die Grenze. So kam ich allein mit Albert Meyer, dem Besitzer von Hanna, nach Hause.“ Ganz Blumenhagen war auf den Beinen.

In den Jahren danach errang Rodenberg mit seiner Hanna einen Sieg nach dem anderen. Er war in Paris, Madrid, Rom, Hamburg, Berlin und Dortmund. „Ich habe an allen wichtigen Turnieren teilgenommen“, sagt Rodenberg. „Und er hat meist gewonnen“, merkt seine Frau an.

Ein Funkeln in den Augen hat der 83-Jährige beim Begutachten der vielen Preise, die er in seiner aktiven Zeit erworben hat. Ganze Vitrinen sind gerappelt voll, an den Wänden hängen Erinnerungen - wie ein Gemälde, das Rodenberg von der Kaisertocher Viktoria Luise geschenkt bekam. Besonders stolz ist er natürlich auf den „Pokal“ vom Großen Preis von Berlin. „Damals gab es eine Uhr“, erklärt er und zeigt auf das gute Stück. „Heute gibt es Autos. Früher machte man das noch der Ehre wegen“, führt er fort.

Auf die Frage, was er denn heute so in seiner Freizeit mache, reagiert er mit einem Lachen. „Freizeit, dafür habe ich keine Zeit. Wir haben noch zwei Pferde. Eines wird gerade in Göttingen für das Springreiten ausgebildet. Die 23-jährige Stute Diana bekommt bei uns ihr Gnadenbrot. Da ist immer etwas zu tun.“

Im Laufe seiner Karriere erzielte er mit Hanna 41 Erfolge und mehr als 100 Platzierungen. „Nach dem Sieg in Berlin musste Hanna nicht mehr aufs Feld“, merkt Rodenberg an. „Früher war es ja noch normal, dass die Pferde auch zur Arbeit eingesetzt wurden. Wir gingen dann noch auf Turniere bis sich die Stute 1958 auf der Weide verletzte. Danach konnten wir nie wieder an die vorherigen Erfolge anknüpfen“, erzählt er wehmütig.

bol

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung