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Vor 25 Jahren: Elf Flieger starteten zum „Traumflug“

Eddesse Vor 25 Jahren: Elf Flieger starteten zum „Traumflug“

Eddesse. Der inzwischen stillgelegte Flugplatz in Eddesse stand vor 25 Jahren im Mittelpunkt einer spektakulären Aktion: Von der Edemisser Ortschaft aus wurde der sogenannte Eiserne Vorhang im wahrsten Sinne des Wortes „gelüftet“ - am 17. Juni 1990 starteten insgesamt elf Maschinen zu einem Marathonflug in die damalige UdSSR.

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So berichtete die PAZ über die ungewöhnliche Aktion.

Eine große Ehre für die Piloten, da Flüge in den Luftraum über dem sowjetischen Staatsgebiet bis dahin strengstens verboten waren und zuvor schon für politische Spannungen gesorgt hatten.

Im Vorfeld berichtete die PAZ ausführlich über die Vorbereitungen des außergewöhnlichen Projekts: „Der Countdown der Eddesser Flieger für ihren Traum-Flug läuft: In acht Tagen startet eine Armada von elf Klein-Flugzeugen zu einem 4500 Kilometer langen Marathonflug in die Sowjetunion. Es ist nach den Worten von Fliegerkreis-Chef Egon Schmidt das erste Mal nach dem Zweiten Weltkrieg, daß ein deutscher Club in der UdSSR mit Flugzeugen landen darf. Eingeladen sind die Piloten von der zivilen Fliegerschule in Aktyubinsk - 1500 Kilometer südöstlich von Moskau.“

Ein paar Tage vor dem Abflug waren die Piloten feierlich verabschiedet worden und hatten Geschenke für die Delegation der UdSSR bekommen. In Russland sollte es für die tollkühnen Flieger aber noch mehr zu sehen geben, als die Kleinstadt Aktyubinsk. Sie durften Moskau bestaunen, den Roten Platz und den Kreml besichtigen und auch ein Ausflug nach Leningrad war geplant. Alles unter den aufmerksamen Augen der sowjetischen Bewacher.

Der Flug wurde damals nur genehmigt, wenn Piloten der UdSSR in ihrem Luftraum das Steuer übernehmen durften und sowjetische Kampfjets als Eskorte mitfliegen durften. Trotzdem war es ein großer Erfolg für die Beziehungen der beiden Staaten. Es sollte damals ein Vertrag unterschrieben werden, damit ein solcher Austausch einmal im Jahr stattfinden konnte. Die Flugschulen in Peine und Aktyubinsk sollten durch den Vertrag offizielle Partnerschulen werden. Es sollte Besichtigungen des Flugplatzes und der Produktionshallen der sowjetischen Flugzeuge geben.

Übrigens: Der gesamte Flug und die Besichtigungen in Russland wurden damals von einem sowjetischen Fernsehsender und dem deutschen NDR gefilmt. Der Gegenbesuch der sowjetischen Piloten sollte dann am 19. Oktober stattfinden.

tik

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