Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Vom Korn zum Mehl in der Motormühle

Edemissen Vom Korn zum Mehl in der Motormühle

Blumenhagen. Beim Betreten der Motormühle in Blumenhagen wird deutlich, warum sie in der Kategorie "Holz" beim Tag des offenen Denkmals dabei ist: Eine ausgeklügelte Technik verbirgt sich hinter den Mauern des historischen Gebäudes. Der wichtigste Werkstoff ist Holz.

Voriger Artikel
Spannendes Lernen im Techniklabor
Nächster Artikel
Polizeistation bekam tierischen Besuch

Wolfgang Neumann und Henning Traumann (v.l.) mit einem alten Mehlsack.

Quelle: rb

Über vier Etagen erstreckt sich die Mühle. Sie und ihre Technik zu verstehen, ist eine Wissenschaft für sich. Gut, dass Mühlenbesitzer Henning Treumann einen ehemaligen Mitarbeiter der Mühle zur Seite hat. Wolfgang Neumann aus Abbensen kennt die alte Mühle wie seine Westentasche und hilft mit vielen Erinnerungen dabei, Leben in die 1975 stillgelegte Mühle zu bringen.

1938 kaufte Müllermeister Arnold Brennecke die Hofstelle 12 in Blumenhagen (heute Zum Reitplatz 10). 1948 wurde die elektrisch betriebene Motormühle in die ehemaligen Stallgebäude installiert und an Max Zühlke verpachtet. Die Blumenhagener erinnern sich noch gut an ihn: „Wehe, man hatte die Hände in den Hosentaschen. Da musste man sich schon einen Spruch anhören!“

1975 wurde der Betrieb nach dem „Mühlenstilllegungsgesetz“ eingestellt, seither ruht die alte Technik. Die Mahlsteine wurden nur genutzt, um zu schroten. Bei diesem Arbeitsschritt handelt es sich um den ersten Mahlgang. Das Endprodukt Schrot enthält noch alle Bestandteile des Getreidekorns. Gemahlen wurde anschließend mit Walzstühlen. Mahlvorgang und Aussieben wechselten sich ab, sodass am Ende nach etwa zehn Durchläufen die beiden Produkte Mehl und Kleie entstanden.

„Eine Tonne Mehl konnte die Mühle am Tag mahlen. Das ergab 800 Kilo Mehl und 200 Kilo Kleie, die als Tierfutter verwendet wurde“, erklärte Henning Treumann.

Er und seine Frau Swenja Hupel haben die Mühle 2008 erworben und planen, sie der Öffentlichkeit regelmäßig zugängig zu machen. Mittlerweile ist die Motormühle Teil der Niedersächsischen Mühlenstraße. Bis sie aber wieder richtig funktioniert, sind noch etliche Handgriffe notwendig.

Ebenfalls zu besichtigen waren die Marienkirche in Wendeburg und das Haus der Lessingloge sowie die Jakobikirche in Peine (siehe auch Seite 22).

taw

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung