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Uwe Thiesing sorgt sich um Sicherheit der Radfahrer

Wehnser Bürgermeister fordert Tempo-Begrenzung auf B 444 Uwe Thiesing sorgt sich um Sicherheit der Radfahrer

Mit dem Beginn der Radfahrsaison sorgt sich Wehnsens Ortsbürgermeister Uwe Thiesing (CDU) vor allem um die Radfahrer, die zwischen der Ortschaft Wehnsen und Eltze unterwegs sind: Am letzten Teilstück der Bundesstraße 444 zum Dorf gibt es keinen Radweg.

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Uwe Thiesing steht an der Bundesstraße444. An dieser Stelle müssen Radfahrer die Trasse kreuzen.

Quelle: pif

Wehnsen. „Radfahrer, die aus Richtung Eltze kommen, müssen an der Straße An der Brandwiese - wo noch zwei Häuser stehen - die B 444 überqueren und dann im Ort auf der Straße Im Horstfeld entlangfahren“, schilderte Thiesing die Situation. Erst später erreichen Radfahrer dann wieder den Radweg, der weiter nach Edemissen führt. Thiesing befürchtet, dass dort wo die Radfahrer die B 444 zurzeit queren müssen, Unfälle programmiert sind: „Dort ist noch freie Strecke, es ist also Tempo 100 erlaubt“, sagte er.

Die Situation sei in den vergangenen Monaten zusätzlich verschärft worden, indem dort Schutzplanken aufgebaut worden sind. „Die Planken vermitteln Autofahrern ein falsches Gefühl von Sicherheit und verleiten eher dazu, das Tempo zu halten, anstatt es zu verringern“, sagte Thiesing.

Ortskundige Radfahrer seien früher auf der Bundesstraße gefahren, um den Schlenker durch den Ort zu vermeiden. „Das ist jetzt sehr gefährlich, denn es gibt wegen der Planken keine Möglichkeit mehr, auf den Grünstreifen auszuweichen“, sagte er.

Aufgrund der geänderten Verkehrslage hat jüngst die Verkehrsschau in der Gemeinde Edemissen in Wehnsen stattgefunde). Das Ergebnis: Aus beiden Fahrtrichtungen gibt es Warnschilder, die auf Radfahrer hinweisen. Deshalb solle vorerst alles so bleiben, wie es ist.

Thiesing ist sehr enttäuscht, dass es offenbar keine Veränderungen geben wird. Er hoffte, dass wenigstens die Höchstgeschwindigkeit an dieser Stelle herabgesetzt werde. „Wir werden weiter am Ball bleiben“, betonte er.

Positiv gestimmt ist er aufgrund der Aussicht, dass der Radweg an der B 444 möglicherweise verlängert werden könne - allerdings sei das noch Zukunftsmusik.

Alternativ könne sich Thiesing vorstellen, dafür zu streiten, dass das Ortsschild versetzt werde, immerhin beginne die Bebauung des Dorfes entlang der Bundesstraße bereits an der Stelle, wo die Radfahrer die Trasse kreuzen müssen. Das Ortsschild selbst stehe aber erst mehr als 100 Meter weiter Richtung Süden.

Nach dem Hinweis von Wehnsens Ortsbürgermeister Uwe Thiesing (CDU) auf die neue potenzielle Gefahrenstelle an der B444 (siehe Text oben), haben die Beteiligten der Verkehrsschau in der Gemeinde Edemissen die Stelle kurzfristig in ihr Programm mit aufgenommen. Beteiligt waren neben der Polizei auch die Vertreter der Gemeinde Edemissen, des Landkreises Peine und des Straßenbauamts Wolfenbüttel.

In einer Stellungnahme des Kreises als Verkehrsbehörde sagt Kreissprecher Henrik Kühn: „In beiden Fahrtrichtungen befindet sich das Gefahrenzeichen ,Radfahrer‘. Das Verkehrszeichen ist dort aufzustellen, wo Radverkehr außerhalb von Kreuzungen oder Einmündungen die Fahrbahn quert oder auf sie geführt wird und dies für den Kraftfahrzeugverkehr nicht ohne Weiteres erkennbar ist.“ Von Autofahrern verlange das Schild eine erhöhte Aufmerksamkeit und eine merklich geringe Geschwindigkeit als sonst. „Ist das Zeichen außerorts aufgestellt, ist die Geschwindigkeit so deutlich herabzusetzen, dass unter Berücksichtigung der Bremsverzögerung Kollisionen vermieden werden“, sagte Kühn.

Henning Schwägermann vom Baulastträger des Straßenbauamts Wolfenbüttel ergänzte: „Die Schutzplanken mussten wir unter anderem dort anbringen, weil direkt neben der Bundesstraße ein kleines Bauwerk liegt.“ Gemeint ist damit das Kopfstück der Unterführung des Wehnserbachs, der dort die B444 kreuzt. Auf den ersten Blick fällt das Bauwerk gar nicht auf. „Bei einer Kollision kann es aber schlimme Folgen haben, deshalb mussten wir an dieser Stelle handeln“, sagte Schwägermann. Die weitere beidseitige Verlängerung der Schutzeinrichtung, die es dort schon immer gab, wurde aufgrund der Dammlage der Straße und der dort dicht am Fahrbahnrand stehenden Bäume durchgeführt, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Die Hintergründe, warum der Radweg seinerzeit begleitend zur Bundesstraße nicht gebaut wurde, ist nicht bekannt. Bernd Mühlnickel, Leiter des Straßenbauamtes, sagte im Gespräch mit der PAZ, dass dort die Lücke geschlossen werden soll. „Wir werden uns für dieses Teilstück das Planungsrecht besorgen, einen Zeithorizont für das Projekt gibt es noch nicht.“

pif

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