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Umweltdelikt in Dedenhausen: Wer ist der Verursacher?

Edemissen Umweltdelikt in Dedenhausen: Wer ist der Verursacher?

Dedenhausen. Ein Umweltdelikt erzürnt den Dedenhausener Jagdpächter und früheren Uetzer Bürgermeister Reinhard Brandes: Auf dem früheren Bahndamm, der zur ehemaligen Raffinerie Sengewald führt, hat offenbar jemand auf rund 100 Metern Länge den Boden vergiftet.

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Auf dem ehemaligen Bahndamm bei Dedenhausen ist auf rund 100 Metern Länge das Gras abgestorben.

Quelle: fs

Das Gras auf dem Bahndamm ist ganz braun. Büsche und Baume, die den Bahndamm säumen, sind ebenfalls abgestorben. Brandes hat per Zufall in den Büschen zwei tote Junghasen gefunden. „Vermutlich haben sie das Gras gefressen, als es schon vergiftet, aber noch grün war“, sagt der Dedenhausener. Eventuell seien noch mehr Hasen verendet.

Er vermutet, dass jemand eine flüssige Chemikalie illegal entsorgt hat. Sie sei auf dem sandigen Untergrund versickert und habe sich dann im Erdreich ausgebreitet, sodass sogar die etwas erhöht stehenden Akazien Schaden genommen hätten. „Sie waren vor Kurzem noch grün“, sagt Brandes.

Die abgestorbenen Bäume hatten auch einen Landwirt, der nicht namentlich genannt werden will, auf den Umweltschaden aufmerksam gemacht. „Beregnungsbrunnen sind in der Nähe“, sagt er. Er befürchtet, dass das Gift über das Grundwasser in die Brunnen gelangen könnte. Außerdem liege das Wasserwerk Wehnsen nicht sehr weit entfernt, gibt der Landwirt zu bedenken.

Der Uetzer Umweltsachbearbeiter Peter Schillhofer wurde verständigt und hat sich nach Auskunft des Uetzer Rathaussprechers Andreas Fitz sofort an Ort und Stelle ein Bild von den Schäden gemacht, diese fotografiert sowie die Naturschutz- und die Wasserschutzbehörde bei der Region Hannover in Kenntnis gesetzt.

Die Mitarbeiter des Fachbereichs Umwelt der Region Hannover hätten anhand von Fotos relativ eindeutig ausgemacht, dass Unkrautbekämpfungsmittel die Ursache seien, teilt Regionssprecherin Carmen Pförtner mit.

Weil die Landwirtschaftskammer Verstöße gegen das Pflanzenschutzgesetz ahnde, habe der Fachbereich Umwelt den Vorfall dorthin weitergeleitet. Es würden Bodenproben genommen.

Erst wenn diese ausgewertet seien, wisse man, ob tatsächlich Herbizide den Umweltschaden verursacht haben.

fs

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