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Trommelreise von Behinderten und Nichtbehinderten

Edemissen Trommelreise von Behinderten und Nichtbehinderten

Edemissen. Menschen mit und ohne Behinderung haben jetzt unter der Anleitung des Musikpädagogen Otto Jansen aus Salzgitter mit seiner speziellen Methode „Vocussion“ gemeinsam eine Trommelreise unternommen.

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Menschen mit und ohne Behinderung haben gemeinsam eine „Trommelreise“ unternommen.

Quelle: oh

Dieses Projekt wurde von der Peiner Lebenshilfe in Zusammenarbeit mit der Frauenphilosophiegruppe Filia Sophia des Peiner Bildungsvereins Forum Lebensart gesponsert und in der Wohnstätte Edemissen durchgeführt.

„Geschafft!“, Maria (59) strahlte, hielt den Daumen hoch und entspannte sich: Den Gesangsrhythmus „ein-Ku-gel-fisch“ konnte sie mit der Rassel streckenweise im Takt begleiten. Zufrieden war auch Bernhild (64), obwohl sie das Denken wieder aus dem Takt gebracht hatte. Jana (12) an der Tom-Tom-Trommel fand es toll, nicht denken zu müssen. Und für Luca (13) und Thorsten (50) war das kräftige Gewummer ihrer Bass-Trommeln ein Genuss.

„Alle sprechen von Inklusion. Aber wie lässt sich das realisieren? Mit Musik sicher kein Problem“, dachten sich die Initiatoren des Experiments „Philfalt im Einklang“, das zweitägig in der Wohnstätte Edemissen stattfand: Zwölf behinderte und nicht behinderte Menschen zwischen 12 und 72 Jahren gingen auf die „Trommelreise inklusiv“. Das Ergebnis des Projekts wurde bereits am zweiten Tag nachmittags als „Samba-Session“ auf dem Oktoberfest der Lebenshilfe präsentiert.

„Vocussion“ nennt Jansen seine Methode: Zu Fischnamen werden vier Samba-Rhythmen gesungen, getanzt, getrommelt und schließlich auf vier verschiedenen Instrumenten gespielt. Einfühlsam und ansteckend zuversichtlich hilft er dabei, die Handbewegungen zu „der-Hai-der-Wal“ in der Luft zu üben. „Trommelrhythmen basieren auf Körperrhythmen“, erklärte er, deshalb könne man gemeinsam so viel Energie und Freude spüren. Schmunzelnd ergänzte er: „Sofern bei Kopfmenschen der Verstand nicht stört.“ In den kurzen Pausen sammelten die Filia Sophias Eindrücke, um über das „Jetzt-Erleben“ bei einem Folgetreffen zu philosophieren. Nahid Talebi aus Peine spürte „Entspannung und Freude“ in der Gruppe. Wie leicht man die eigene Spur, die Aufmerksamkeit verliere, stellte die Runde fest. Und als „Kopfmensch“ sei man doch auch gehemmt und gehindert. Jana Born aus Woltorf, die Jüngste, verblüffte mit der Einsicht: „Denken wird überbewertet!“

wos

  • Eine Projektfortsetzung ist geplant. Infos gibt es bei Janet Kielhorn, Tel. 05171/7699509, oder unter www.forum-lebensart.net.
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