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Totes Kitz: „Landwirt hat Sorgfalt walten lassen“

Edemissen Totes Kitz: „Landwirt hat Sorgfalt walten lassen“

Edemissen. Der Bericht über das Rehkitz, das einem Mähdrescher zum Opfer gefallen ist, hat mehrere Leserreaktionen hervorgerufen. Tenor: Der betreffende Landwirt sei seiner Verantwortung nachgekommen, und das entsprechende Feld sei zuvor von mehreren Jägern mit Hunden abgesucht worden.

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Rehkitz auf einer Wiese: Die jungen Tiere sind beim Mähen in Gefahr.

Quelle: A

„Gerade dieser Landwirt ist uns in dieser Hinsicht als einer der sorgfältigsten bekannt“, sagt der zuständige Jagdpächter Andreas Wagner. Trotz aller Sorgfalt gebe es aber keinen hundertprozentigen Schutz vor solchen Unfällen.

Wagner hat im Gespräch mit der PAZ das genaue Vorgehen erklärt. „Wir wissen recht genau, welche Wiesen gemäht werden, und wir beobachten diese Flächen schon im Vorfeld. Oft fallen dabei Ricken auf, die immer an dieselben Stellen gehen - ein Hinweis darauf, dass dort ein Kitz liegen kann.“ Diese Stellen könne man sich gut merken und dann gezielt kontrollieren.

Kurz vor der Mahd teilt im Idealfall der Landwirt den Jägern den konkreten Zeitpunkt mit. So sei es auch in diesem Fall geschehen. Mehrere Jäger gehen dann mit ihren angeleinten Jagdhunden das Feld ab, um Jungtiere aufzuspüren. „Kitze und auch Junghasen strömen in den ersten Lebenstagen als natürliche Schutzmaßnahme keinen Geruch aus, sind also von Fressfeinden nicht zu riechen - und damit auch für die Hunde nicht“, erklärt Jäger Ulrich Schulze, der sich ebenfalls bei der PAZ gemeldet hat und die Angaben von Wagner zu diesem Vorfall bestätigt.

„Alternativ zur Absuche kann man auch Stangen mit knisternden Tüten, mit laufenden Kofferradios oder mit Blinklichtern aufstellen und den Tieren den Aufenthalt auf der Wiese damit ungemütlich machen“, führt Wagner aus.

Eine andere Möglichkeit ist, die Mähfahrzeuge mit Signalgeräten auszustatten, die die Tiere warnen und zur Flucht animieren. „Ganz junge Kitze allerdings bewegen sich dadurch nicht von der Stelle“, macht Wagner deutlich.

Insgesamt sei der frühe Mahd-Zeitpunkt in diesem Jahr gut für die Rehe: Viele Ricken seien noch trächtig, deshalb liegen in den Wiesen nur relativ wenig Jungtiere verborgen.

wos

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