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Theaterstück erinnert an frühere Schlachtefeste

Eddesse Theaterstück erinnert an frühere Schlachtefeste

Eddesse. Es ist noch gar nicht so ganz lange her, da gehörte das Schlachtefest in den Familien auch im Peiner Land zu den Höhepunkten eines jeden Jahres. Der Hausschlachter, der sein Geld oft in den Sommermonaten als Maurer verdiente und die „Schlechtwetterzeit“ mit dem Schlachten überbrückte, kam dann früh morgens in die Häuser.

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Die „Theatergruppe“ aus Eddesse rund um Hans-Henning Giere.

Quelle: wos

Wie es einst beim Schlachten zuging, zeigten am Freitag einige Eddesser beim Treffen der Plattdeutschen Klönrunde im Dorfgemeinschaftshaus in einem kleinen Theaterstück, das Hans-Henning Giere in Plattdeutsch geschrieben hat.

Im Mittelpunkt der im Jahr 1952 angesiedelten Geschichte steht der Schlachter Adolf (Giere), den es übrigens wirklich gegeben hat. Wegen seiner guten Wurst sowie seines trockenen Humors und seiner Frohnatur war er überall gern gesehen - auch wenn die Späße nach heutigen Maßstäben recht derb wirken. So schickt er den in Schlachtedingen nicht so versierten Knecht Karl, gespielt von Otto Willmer, los, um die nicht existente Sülzepresse von der Nachbarin (Swenja Braun) zu holen.

Auch mit der Schwester von Bäuerin Mariechen (Hannelore Hartmann) geht er nicht zimperlich um: Edeltraut (Sigrid Guenther) lebt in der Stadt, ist keine große Hilfe und kommt hauptsächlich wegen ihres eigenen Vergnügens. „Ob die nun hilft oder man stellt einen Besen in die Ecke - das macht keinen Unterschied“, grantelt Schlachter Adolf vor sich hin. Wie gut, dass ihm der Bauer Albert (Hans-Heinrich Wackerhagen) mit dem einen oder anderen Schnäpschen bei Laune hält.

Die Zuschauer freuten sich nicht nur über die vielen kleinen Pointen, sondern auch über die liebevolle Ausgestaltung der Szenerie: Schlachte-Utensilien, wie ein Brennetrog, Mollen und Büchsen, tauchten da ebenso auf, wie ein (fast) echtes Schwein, dass wie einst mit erheblichem Kraftaufwand an den Haken gehängt wurde - nur, dass das Theater-Schwein nicht aus Fleisch und Blut war, sondern aus Holz.

Mit Zwischentexten rief Hans-Heinrich Becher die Zeit vor Augen, an die sich die Besucher des Nachmittags noch selbst gut erinnerten. Im Anschluss an das Theater-Stück wurde gemeinsam gegessen - natürlich gab es eine Schlachteplatte und heiße Brühe.

wos

  • „Wenn Interesse an einer Aufführung unseres kleinen Theater-Stückes besteht, wären wir gern bereit, es noch einmal zu zeigen“, sagt Hans-Hennig Giere. Er ist unter der Telefonnummer 05176/1444 zu erreichen.
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