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Telefonierender Autofahrer fuhr Weißstorch an

Wehnsen Telefonierender Autofahrer fuhr Weißstorch an

Wehnsen. Eine für Tierfreunde und -schützer schreckliche Nachricht erreichte am Mittwochmittag das NABU-Artenschutzzentrum Leiferde durch einen aufgeregten Anrufer: Ein schwer verletzter Jungstorch befinde sich an der Bundesstraße 444, in der Nähe der Ortschaft Wehnsen. Er müsse dringend geborgen werden.

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Das Symbolfoto links zeigt eine Autofahrerin beim Telefonieren.

Quelle: A

Offenbar hatte ihn ein Autofahrer angefahren und dabei fast getötet.

Dem eintreffenden Nabu-Mitarbeiter wurde die Situation wie folgt erklärt: Der Anrufer hatte mit seiner Frau den Storch auf der Fahrbahn umherlaufen sehen. Daraufhin war er an den rechten Seitenrand gefahren, hatte seine Warnblinkanlage eingeschaltet und durch Lichthupe den Gegenverkehr gewarnt. Jedoch übersah offensichtlich der Fahrer eines Fiat Ducato Sprinter, der mit einem Handy am Ohr am Steuer saß, diese Maßnahmen. „Er kam mit hoher Geschwindigkeit angefahren und traf den Storch mittig seines Fahrzeugs. Der Weißstorch wurde dadurch in den Straßengraben katapultiert“, schildert Bärbel Rogoschik, Leiterin des Nabu-Artenschutzzentrums Leiferde. „Der Sprinterfahrer fuhr seines Weges ohne anzuhalten.“

Dem „Unglücksstorch“ gehe es sehr schlecht, berichtet die Tierschützerin. „Aus seiner Luftröhre kommt Blut, zudem ist vermutlich ein Schultergelenk gebrochen.“ In der Tierärztlichen Hochschule müsse jetzt abgeklärt werden, ob dem Jungstorch noch zu helfen ist.

Die Leiterin des Nabu-Artenschutzzentrums Leiferde hofft das Beste für den Jungvogel, ist aber immer noch geschockt: „Ich finde es unglaublich, ein solches Verhalten ist nicht zu entschuldigen“, sagt sie in Richtung des Fiat-Fahrers.

Zum Hintergrund: Das Nabu-Artenschutzzentrum Leiferde nimmt pro Jahr über 2000 artengeschützte Wildtiere auf, die krank oder verletzt sind, aus nicht artgerechter Haltung stammen oder aufgrund fehlender Papiere beschlagnahmt wurden.Rogoschik bittet die PAZ-Leser: „Helfen Sie mit, werden Sie Tierpate!“

sip

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