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Streit um Kiesabbau in Wipshausen: Mitarbeiter stellten kritische Fragen

Edemissen Streit um Kiesabbau in Wipshausen: Mitarbeiter stellten kritische Fragen

Wipshausen. Kritische Fragen hatten die Mitarbeiter der Firma Papenburg aus Wipshausen mit in den Kreistag gebracht. Das Unternehmen bemüht sich derzeit um eine Ausweitung des Kiesabbaus in der Gemarkung, was der Landkreis Peine allerdings ablehnt (PAZ berichtete).

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Norbert Nase (stehend), Betriebsleiter des Kieswerks Papenburg in Wipshausen, stellte dem Kreistag kritische Fragen. Auch zahlreiche Mitarbeiter, Ortsbürgermeister Günter Meyer (vorn rechts) und weitere Wipshäuser waren gekommen.

Quelle: pif

So fragte Betriebsleiter Norbert Nase in der Bürgerfragestunde, wie der Landkreis zu der Regel im Raumordnungsprogramm steht, dass wertvolle und sehr gute Rohstoffvorkommen mit vorrangig ausgebeutet werden sollen. Da sich das Abbaugebiet in einem Landschaftsschutzgebiet befindet, gibt der Landkreis zurzeit jedoch dem Naturschutz den Vorrang. Kreisbaurat Wolfgang Gemba antwortete: „Im Landkreis Peine gibt es ausreichend Vorkommen an Kies.“ Zudem verwies er auf die abgewiesene Klage der Firma Papenburg in erster Instanz, die gegen die Entscheidung des Landkreises vor Gericht gezogen war.

Die Kreis-CDU hatte das Thema mit einem entsprechenden Antrag auf die Tagesordnung des Kreistags gebracht. Mit den Stimmen der rot-grünen Mehrheit wurde die Debatte jedoch vertagt, bis ein anhängiges Gerichtsverfahren abgeschlossen ist. Die Firma Papenburg hatte gegen die Entscheidung, die Klage abzuweisen, Berufung eingelegt.

Bevor das Thema vertagt wurde, hatte Alfred Hustedt (CDU), Kreistagsmitglied und ehemaliger Ortsbürgermeister von Wipshausen, einen Runden Tisch gefordert, an dem alle Beteiligten sitzen, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Entscheidend sei es, die Balance zwischen dem Erhalt der etwa 50 Arbeitsplätze und den wirtschaftlichen Interessen und den Belangen des Naturschutzes zu finden, sagte er.

Bereits vor rund 20 Jahren sei die besondere Güte des Vorkommens bei Wipshausen festgestellt worden, erinnerte Hustedt. 2010 habe das Unternehmen eine Umweltverträglichkeitsprüfung für den geplanten Abbau in Auftrag gegeben - mit positivem Ergebnis, sagte Hustedt. Er betonte, dass auch die Naturschutzverbände keine Einwände hätten, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt seien, denen die Firma zugestimmt hat. „Papenburg ist sogar bereit, die Bedingungen vertraglich festzuhalten“, sagte Hustedt. Zuletzt haben sich das Unternehmen auch mit Blick auf die Wildkatzen beweglich gezeigt.

pif

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