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Später Bruterfolg bei den Schleiereulen

Edemissen-Blumenhagen Später Bruterfolg bei den Schleiereulen

„Ich kann auch für 2011 leider keine Erholung der Schleiereulen-Bestände im Kreis Peine vermelden“, sagt Jürgen Heise, Leiter der Eulengruppe der Nabu-Kreisgruppe Peine. Umso erfreulicher ist der Bruterfolg in Blumenhagen, wo drei Jungeulen in Anwesenheit von Radio NDR 1 Niedersachsen beringt wurden.

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Beringung der drei Jungeulen in Blumenhagen (von l.): Jürgen Heise vom Nabu Peine, Reporterin Imke Caselli von Radio NDR 1 Niedersachsen sowie Bettina und Michael Mörs.

Quelle: oh

Blumenhagen . „2007 gab es im Kreis Peine 257 Jungeulen, danach ging der Bestand an Schleiereulen rapide zurück“, sagt Heise. Auch in diesem Jahr konnten nur 30 Jungtiere beringt werden. Die Peiner Gruppe betreut zirka 110 Schleiereulenkästen, „Wohnungsnot“ kann also nicht der Grund sein.

Eine Erklärung hat der Eulenexperte Horst Seeler von der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Barnbruch: „Die Eulen sind einfach verhungert. Schleiereulen können kaum Fettreserven anlegen und ohne Nahrung nur wenige Tage überleben. Wenn wir zum Beispiel viel Schnee haben und es keine Möglichkeiten gibt, innerhalb von Ställen und Scheunen Mäuse zu fangen, setzt das große Massensterben der Schleiereulen ein. Besonders betroffen davon sind die Jungeulen.“

In diesem Jahr gab es einige wenige Zweit- und Spätbruten. „Das heißt, die Schleiereulen haben aufgrund des dann doch noch ausreichenden Nahrungsangebotes noch einmal gebrütet“, sagt Heise. Eine solche Spätbrut gab es in Blumenhagen bei Bettina und Michael Mörs. Die drei Jung-eulen wurden von Jürgen Heise unter den Augen und dem Mikrofon der Reporterin Imke Caselli von Radio NDR 1 Niedersachsen beringt.

Anfang September brütete ein zwölfjähriges Weibchen die Jungen aus. Die Mörs, „Pateneltern“ der Eulen, konnten dies mittels einer im Nistkasten eingebauten Videokamera beobachten.

Als die „Patenmutter“ das Ausschlüpfen der Eulenkinder bemerkte, war sie begeistert – aber auch besorgt darüber, ob die Eulenkinder so spät im Jahr noch ausreichend mit Mäusen zu versorgen seien. Der Eulenfachmann Heise konnte sie damit beruhigen, dass notfalls hinzugefüttert werden könnte. Dank dieser menschlichen Fürsorge überlebten dann auch drei Jungeulen.

wos


Hilfe für Schleiereulen

Jürgen Heise (Nabu) weist auf die Möglichkeit hin, für die kritische Winterzeit eine sogenannte Mäuseburg anzulegen. Dieser Futterkasten ist rattensicher und wird mit Getreide gefüllt. Ein einfacher Sack mit Getreide gefüllt tut es unter Umständen auch. „Die Mäuseburg ist nicht das Allheilmittel, aber immerhin eine Möglichkeit, den Eulen über schlechte Zeiten hinwegzuhelfen“ sagt Heise.

Für das Aufstellen einer Mäuseburg müssen alle Umstände passen. Das kann nur im Einzelfall geklärt werden. Wer Interesse daran hat, kam sich bei Heise telefonisch unter 05302/4920 melden.

wos

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