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Sole, Salz und Wirtshauskrawalle in Oelheim

Oelheim Sole, Salz und Wirtshauskrawalle in Oelheim

Oelheim. „Läge Oelheim in landschaftlich reizvoller Gegend, so würde das Solbad ,Waltersbad‘ mit seiner wirksamen Solquelle eine große Zukunft haben“, schrieb Hermann Löns 1916 in seinem Buch „Das Tal der Lieder“.

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Die Gäste aus Gifhorn erlebten eine interessante Führung.

Quelle: oh

Oelheim. Mit diesen Worten begrüßten Olaf Ackermann-Lahmann und Reinhard Bartels vom Vorstand des Heimat- und Archivvereins Edemissen vor Kurzem 27 Teilnehmer einer Ausflugsfahrt des Museums- und Heimatvereins Gifhorn in Oelheim.

„Können Sie sich vorstellen, dass hier auf einer Fläche von nur 1000 mal 1000 Metern 100 Firmen mit 1500 Arbeiter an 600 Bohrlöchern gearbeitet haben? In drei Wirtshäusern muss es allabendlich recht turbulent zugegangen sein, so dass nach einigen heftigen Krawallen das Ministerium in Berlin im Oktober 1881 eine Polizeistation in Oelheim eingerichtet hat,“ berichtete Bartels. Nach diesen Informationen über das Solbad Oelheim, den kurzen Ölrausch mit Börsenkrach in Berlin, Gerichtsentscheidungen zur Stilllegung in den Jahren 1880 bis 1883, bis zur erneuten Förderung von Öl von 1939 bis 1956 sowie der anderen bis heute aktuellen Erdölfelder Oelheim-Süd, Eddesse-Nord und Berkhöpen begab sich die Gruppe auf den Öl- und Salzpfad.

Weitere interessante Informationen gab es in der Schwarzwasserniederung zur ersten (allerdings erfolglosen) Bohrung von 1862 und zu den Teerkuhlen, wo bereits seit dem 16. Jahrhundert Öl (sogenanntes Oisch Fett) durch Abschöpfen von der Oberfläche gewonnen wird. „Noch im 16. Jahrhundert erkannten die Landesherren in Hannover den Wert und erhoben ,Grundherrlichen Theerkuhlenzins‘, berichtet der verstorbene Edemisser Chronist Karl Zeinart in seinen Publikationen zur Edemisser Geschichte“, führte Bartels aus.

Auf der ehemaligen Kalischachtbahntrasse führte der Weg Richtung Klein Oedesse, wo Olaf Ackermann-Lahmann an der Kalihalde die Teilnehmer auf die Salzvegetation und die dort vorkommenen Salinenkrebse in den Wasserflächen hinwies.

Erst vor wenigen Monaten wurde das Kapitel „Kaligewinnung“ mit der Verfüllung des in den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts „abgesoffenen“ Schachtes nach 110 Jahren abgeschlossen. Anhand historischer Fotos führte Ackermann-Lahmann die Gruppe zurück in die Zeit vor 100 Jahren.

mu

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