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Seltener Falter bei Wipshausen entdeckt

Wipshausen Seltener Falter bei Wipshausen entdeckt

Wipshausen. Auf dem Magerrasen-Biotop an der ehemaligen Bahnstrecke bei Wipshausen lassen sich immer wieder seltene Pflanzen und Tiere beobachten (PAZ berichtete mehrfach). Aus der jüngeren Vergangenheit gibt es neue Beobachtungen, die die PAZ in einer kleinen Serie vorstellt. Heute: Der Wegerich-Scheckenfalter, der vom Aussterben bedroht ist.

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Schüler der Realschule Edemissen helfen jedes Jahr bei der Pflege des Biotops.

Quelle: Archiv/im

„Falter sind mein Spezialgebiet, da merke ich sofort, wenn sich etwas Neues tut“, sagt Naturfreund Harro Henke, der sich sehr um das Magerrasen-Biotop bemüht und dort häufig unterwegs ist.

„Am 28. Juni habe ich den Falter gesehen. Als Beweis habe ich zunächst eine Distanzaufnahme mit Normalobjektiv gemacht“, berichtet Henke. Das sei auch gut gewesen, denn als er sich vorsichtig für eine Nahaufnahme herangepirscht hat, hat sich der Falter aus dem Staub gemacht. „Ich habe noch auf den Auslöser gedrückt, aber leider ist mir kein gutes Foto gelungen. Der Falter ist nur als verwischter Punkt zu erkennen“, bedauert Henke.

Anhand der Distanzaufnahmen habe er versucht, den Falter zu bestimmen. „Ich war mir nicht ganz sicher, ob es sich vielleicht um einen Roten Scheckenfalter handelt. Das wäre eine echte Sensation, denn die Gattung gilt in Niedersachsen als ausgestorben“, sagt der Alvesser.

Doch es konnte sich auch um eine Wegerich-Scheckenfalter handeln. Diese beiden Arten sehen sich sehr ähnlich.

Nach Rücksprache mit mehreren Experten und eigenen Recherchen kam Henke zu dem Ergebnis, dass es sich wohl eher um einen Wegerich-Scheckenfalter handelt. Aber auch das ist etwas sehr Besonderes, denn diese Art steht in Niedersachsen auf Stufe 1 der Roten Liste der bedrohten Arten. Das heißt, sie ist vom Aussterben bedroht. „Der letzte Wegerich-Scheckenfalter im Raum Peine wurde 1950 gemeldet“, weiß Henke. Entsprechend sei seine Entdeckung auf großes Interesse gestoßen.

Leider hat er den seltenen Falter nur ein einziges Mal gesehen. „Ich habe natürlich ganz besonders auf diese Art geachtet, aber in der Zeit nach meiner Beobachtung war das Wetter sehr schmetterlingsunfreundlich“, berichtet der Naturfreund. Nun wird er im nächsten Jahr ganz besonderes Augenmerk darauf haben, ob sich seine Beobachtung wiederholen lässt. wos

Das Biotop bei Wipshausen

Für Laien sieht die Fläche hinter dem ehemaligen Bahnhof Wipshausen unscheinbar aus, doch für Naturkenner wie Harro Henke ist sie ein kleines Paradies. Es handelt sich um einen so genannten Magerrasen, der sich an nährstoff-armen Standorten bildet und der vielen seltenen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bietet. Seit Jahren kümmert sich Henke intensiv um die Fläche. Unterstützung bekommt der ehemalige Lehrer dabei regelmäßig von Schülern der Mühlenberg-Realschule in Edemissen. Für dieses Engagement hat die Schule sogar schon einen Naturschutz-Preis bekommen.

wos

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