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Sektflasche trifft Rettungsspreizer: Bräutigam hat Feingefühl bewiesen

Edemissen Sektflasche trifft Rettungsspreizer: Bräutigam hat Feingefühl bewiesen

Edemissen. Manche Brautpaare müssen Baumstämme zersägen, andere werden mit Reis beworfen. Für die Hochzeit des Edemisser Feuerwehrmanns Torsten Konopatzki hatten sich seine Kameraden eine besondere Aufgabe überlegt: Der 40-Jährige musste Sekt mit einem Rettungsspreizer einschenken, mit dem normalerweise Autos zerlegt werden.

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Hier ist Feingefühl gefragt: Torsten Konopatzki (vorn, Zweiter von rechts) schenkt mit dem Rettungsspreizer Sekt ein, seine frisch angetraute Ehefrau Bettina hilft ihm dabei.

Quelle: cb

Am Donnerstag hat Konopatzki standesamtlich seine langjährige Freundin Bettina geheiratet, seit 17 Jahren sind die beiden ein Paar. Am Sonnabend folgt die kirchliche Trauung in Edemissen.

Als die beiden das Rathaus verließen, standen schon etwa ein Dutzend Feuerwehrleute bereit, um zu gratulieren. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Karl-Heinz Haugwitz hatte sogar extra früher Feierabend gemacht, um eine kleine Ansprache zu halten und dem Brautpaar ein Geschenk der Feuerwehr zu überreichen.

Zudem musste Konopatzki zeigen, dass er mit dem Rettungsspreizer umgehen kann: Mit diesem Werkzeug werden normalerweise Autotüren aufgerissen, wenn die Feuerwehr nach einem Unfall Verletzte retten muss. „Das sieht sehr wuchtig aus, aber es ist auch ein sehr feinfühliges Gerät“, sagt Feuerwehrmann Uwe Kustin, der den Streich für seinen Kameraden mit geplant hatte. „Es spielt nicht nur die Kraft eine Rolle, sondern auch das Gefühl des Bedieners.“ Dass er auch diese „gefühlvolle“ Seite beherrscht, hat Konopatzki bewiesen: Die Sektflasche hielt - gleich beim ersten Versuch. Das hat sogar die Feuerwehrkameraden ein wenig überrascht: „Wir hatten vorsichtshalber noch drei Flaschen in Reserve“, sagt Kustin.

Konopatzki ist nicht nur in der Ortsfeuerwehr aktiv, sondern auch im Vorstand des TSV Edemissen, in der SPD und im Bürgercorps. „Ich bin da eher etwas zurückhaltender“, sagt seine Frau Bettina. Gleich nach der Hochzeit bekam die 40-Jährige allerdings Anfragen, ob sie nicht auch in die Feuerwehr eintreten wolle: „Wir haben erst sechs Frauen in der Feuerwehr Edemissen, sie würde sich als siebte ganz gut machen“, sagt Kustin. Vielleicht klappt es ja: „Sie hat nicht direkt Nein gesagt, aber sich ein paar Tage Bedenkzeit ausgebeten.“

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