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Sechs Kitze mit dem Mäher erwischt?

Edemissen Sechs Kitze mit dem Mäher erwischt?

Edemissen. „Vergehen nach dem Tierschutzgesetz“ nennt sich offiziell der Tatvorwurf gegen einen 55 Jahre alten Landwirt aus der Gemeinde Edemissen, der sich seit gestern vor dem Strafrichter im Peiner Amtsgericht verantworten muss.

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Wenn das Gras gemäht wird, beginnt eine gefährliche Zeit für Rehkitze, die auf Wiesen ihre Kinderstube haben.

Quelle: A

Er soll beim Mähen einer gepachteten Wiese im Mai 2014 fünf Rehkitze getötet haben, ein sechstes musste eingeschläfert werden. Weil eine wichtige Zeugin fehlte, soll am kommenden Montag weiter verhandelt werden.

Die etwa drei Hektar große Wiese sei er vor dem Mähen eine dreiviertel Stunde lang abgelaufen, daraufhin habe sich eine Ricke mit zwei Kitzen davon gemacht, berichtete der erfahrene Landwirt. Bezeugen könne dies die Eigentümerin der Wiese, die von ihrem Hof aus das Gelände gut überschauen kann und ihm auch eine ganze Weile bei der Arbeit zusah, berichtete der Angeklagte.

Ausgerechnet diese Zeugin war jedoch zum Verhandlungstermin verhindert; die Staatsanwaltschaft und der Verteidiger bestanden darauf, sie zu hören, weshalb der Richter die Verhandlung für eine Woche aussetzte. Die gestrigen Zeugenaussagen waren nicht beweiskräftig.

So berichtete eine Anliegerin (42), sie habe während dieser Mahd ein Reh am Rand der Wiese herumlaufen sehen, ansonsten war ihre Erinnerung an jenen Tag Ende Mai 2014 stark getrübt. Allerdings habe jeder gewusst, dass es in der Wiese jedes Jahr Rehe mit Kitzen gegeben habe, und schließlich sei ein Mann mit einem Kitz im Arm an ihr vorbei gelaufen.

Dieser Hauptzeuge (45) war am Nachmittag durch eine Gabelweihe aufmerksam geworden. Der Raubvogel versuchte, mit einem Kadaver von dem Feld aufzusteigen. Als der Mann der Sache auf den Grund ging, habe er an drei verschiedenen Stellen insgesamt sechs getötete, etwa zwei Wochen alte Kitze in Teilen gefunden. Ein weiteres mit stark verletzten Vorderbeinen musste die Tierärztin einschläfern, sagte er aus. Drei Ricken seien an der betreffenden Stelle herum gelaufen.

Er habe sich mit dem zuständigen Jagdpächter in Verbindung gesetzt, die Kadaver aufgesammelt und wie abgesprochen am benachbarten Feldrain abgelegt. Allerdings ist er der einzige, der die getöteten Tiere gesehen hat. Er habe selber einen Kreiselmäher, und man merke es nicht, wenn das Mähwerk kleine Tiere erfasse, erklärte der 45-Jährige.

Der Angeklagte sagte, weder er noch sein kleiner Sohn, der auf dem Schlepper mitfuhr, hätten beim Mähen Tiere bemerkt. Die Verhandlung wird am kommenden Montag, 17. August, um 12 Uhr fortgesetzt.

hui

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