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„Schwester Helga“ hört auf

Edemissen „Schwester Helga“ hört auf

„Schwester Helga“ ist aus Edemissen nicht wegzudenken. Seit mehr als 27 Jahren leitet Helga Raudßus die Diakoniestation in Edemissen, und in all den Jahren hat die gelernte Krankenschwester unzählige Familien in schweren Zeiten begleitet. „Als ich anfing, waren wir drei Kolleginnen und hatten ein Auto zur Verfügung. In erster Linie haben wir die pflegenden Angehörigen angeleitet. Bürokratie gab es kaum“, sagt die 52-Jährige, die noch bis Ende April in der Diakoniestation tätig ist. Dann beginnt für sie die passive Phase der Altersteilzeit.

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„Schwester Helga“ vor dem Logo der Diakoniestation in Edemissen.

Quelle: wos

Edemissen . Ihre Aufgabe hat sie dem ehemaligen Edemisser Pastor Klaus-Walter Vetter zu verdanken. Nach der Ausbildung war sie zunächst im Seniorenheim in Oelheim beschäftigt, dann im Peiner Krankenhaus als Gruppenschwester. Während dieser Zeit sind die beiden Kinder geboren. Zwar gab es am Krankenhaus eine Kindertagesstätte, aber dennoch war es für die junge Mutter nicht leicht, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Vor allem der frühe Schichtbeginn stellte sie vor Probleme.

Dennoch sei sie zunächst skeptisch gewesen, als Pastor Vetter ihr die Leitung der Diakoniestation angeboten hatte. „Ich war 35 Jahre alt und fühlte mich viel zu jung“, sagt sie. Zunächst hat sie ihren neuen Job 14 Tage lang ausprobiert, erst dann hat sie zugesagt. Und sie hat ihren Schritt nicht bereut.

Heute sind in der Diakoniestation 16 Mitarbeiterinnen beschäftigt, die sich um etwa 100 bis 120 pflegebedürftige Menschen kümmern. „Und um deren Angehörige“, betont die „hergeheiratete“ Edemisserin. denn ihr ist eine ganzheitliche Begleitung der Familien sehr wichtig. Dazu gehört auch die Vorbereitung auf den Tod eines geliebten Menschen.

„Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir nicht streng nach vorgegebenen Zeiten pflegen müssen, denn wir werden vom Diakonieverein und auch durch Spenden finanziell unterstützt“, sagt Helga Raudßus. Der Einsatz lohnt sich: Immer wieder werde ihr und ihren Mitarbeiterinnen mit einem großen Vertrauen begegnet. „Dafür möchte ich allen, die mit mir zusammengearbeitet haben, von Herzen danken!“ Die Diakoniestation weiß sie bei ihrer Nachfolgerin Helga Bunk in guten Händen.

Für den Ruhestand hat sie sich ein Fahrrad mit Hilfsmotor gewünscht. „Damit werde ich viel unterwegs sein. Und dann alles mal etwas ruhiger angehen lassen. Und wenn er für mich noch eine neue Aufgabe hat, wird Gott es mich wissen lassen“, sagt sie.
Der Gottesdienst zur Verabschiedung von Schwester Helga Raudßus findet am Sonntag, 2. Mai, ab 10 Uhr in der Martin-Luther-Kirche in Edemissen statt. Anschließend ist ein Empfang vorgesehen.

wos

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