Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Schicksale von Kriegsvermissten blieben oft lange unklar

Gemeinde Edemissen Schicksale von Kriegsvermissten blieben oft lange unklar

In Zusammenarbeit mit den Ortsheimatpflegern veröffentlicht die PAZ Beiträge aus der Geschichte der Gemeinde Edemissen. Der heutige Beitrag stammt von Adelheid Schmidt aus Eddesse. Sie hat den Volkstrauertag zum Anlass genommen, über die Geschichte ihres im Krieg gefallenen Onkels zu berichten, der im Zweiten Weltkrieg in Ungarn starb.

Voriger Artikel
Verdacht auf alte Fliegerbomben: Evakuierung in Dollbergen
Nächster Artikel
Zwei Blindgänger entschärft - Bewohner evakuiert

Kriegsweihnacht der Eheleute Claus.

Quelle: oh

Eddesse. Schmidt schreibt: „Es stimmt nachdenklich, die Spuren wiederzufinden, die die Vergangenheit lebendig machen und an die vielen Soldaten erinnern, die zu jung sterben mussten. Dieser Weg trägt noch immer die Narben jener Zeit. Soldatengräber sind nicht nur Stätten der Trauer, sondern auch Stätten des Trosts, der den Schmerz lindern hilft. Sie sind Mahnmale gegen den Krieg und gegen die Zerstörungen, die er anrichtet. Sie sind heute und künftig ein Garant dessen, was wir wollen: Versöhnung über den Gräbern.

Anlässlich einer Ungarn-Reise führte mich mein Weg zum Soldatenfriedhof Bajot nahe dem Balaton. Hier stand ich an der Stelle, an der man meinen Onkel Heinrich Claus 1945 in einem Massengrab beerdigt hatte. Es war ein emotionaler Tag, den ich niemals vergessen werde.

In der Steppe rund um den kleinen Ort hatte die spärliche Vegetation die Spuren der blutigen Kämpfe verwischt, dies allerdings nur oberflächlich. Unter den wilden Gräsern und Kräutern liegen immer noch viele Gebeine ungezählter Gefallener.

Ich habe meinen Onkel, an dessen Grab ich stand, während seines Heimaturlaubs im Sommer 1944 das letzte Mal gesehen. Für seine Frau, meine Patentante, war es bitter, nie an das Grab ihres gefallenen Mannes treten zu können und nie eine Blume als Dank und Zeichen der ewig währenden Liebe auf den einsamen Hügel pflanzen zu können. Es blieb nur die Erinnerung an den geliebten Mann und das wunde Herz, das nie vergisst. Die Nachricht vom Tod ihres Mannes erhielt sie erst im Jahre 1972.“

Auf die Umstände zur Aufklärung dessen, was 1945 in Ungarn geschah und Adelheid Schmidts Onkel das Leben kostete, geht der Text unten auf dieser Seite ein.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Edemissen

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung