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Rück- und Ausblick der Feuerwehr: „Fehlalarme machen uns zu schaffen“

Interview mit dem Gemeindebrandmeister Rück- und Ausblick der Feuerwehr: „Fehlalarme machen uns zu schaffen“

Edemissen. Auf ein ereignisreiches Jahr 2013 blicken die Feuerwehrleute der Gemeinde Edemissen zurück. Die PAZ sprach mit dem Gemeindebrandmeister Uwe Starke.

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Schönes Erlebnis: Die Feuerwehrwettkämpfe der Gemeinde fanden diesmal im Kernort statt.

Quelle: A

Die Zahl der Einsätze ist von 81 auf 135 deutlich gestiegen. Woran liegt das?

Zunächst muss man wissen, dass die Statistik die Einsätze der einzelnen Wehren auflistet. Wenn zu einem Ereignis mehrere Wehren alarmiert werden, wird pro beteiligter Ortswehr ein Einsatz gezählt, obwohl es sich nur um ein Ereignis handelt. Dennoch ist die Zahl natürlich gestiegen. Das liegt zum Teil am Elbehochwasser, zu dem aus der Gemeinde Edemissen Fahrzeuge, die zur Kreisfeuerwehrbereitschaft Ost gehören, und auch 40 Kameraden aus dem Gemeindegebiet ausgerückt waren. Außerdem nehmen die sogenannten Technischen Hilfeleistungen zu. Das geht hin bis zum Türöffnen oder der Unterstützung von Rettungsdiensten bei Krankentransporten. Aber auch die „Täuschungsalarme“ - im Volksmund oft Fehlalarm genannt - machen uns immer mehr zu schaffen.

Was wird vom Jahr 2013 besonders in Erinnerung bleiben?

Positiv waren für uns die herausragenden Platzierungen bei den Kreiswettkämpfen. Mit Oedesse, Voigtholz-Ahlemissen, Mödesse und Wehnsen belegten vier Gemeindewehren die vier ersten Plätze in der Gruppe der nichtwasserführenden Fahrzeuge. Das hat es nach meiner Erinnerung zuvor nicht gegeben.

Aber leider muss ich hier auch die weniger schönen Ereignisse nennen, von denen es leider im vergangenen Jahr gleich mehrere gab. Nie vergessen werden wir den tragischen Unfall beim Tag der Feuerwehr, bei dem ein Junge seinen Unterarm verlor. Aber auch der tödliche Verkehrsunfall im Juli in Edemissen, an dem ein Rettungsfahrzeug im Einsatz und eine junge Mutter mit ihrem kleinen Sohn beteiligt waren, wird in Erinnerung bleiben. Und der Brand in Rietze, in dessen Folge eine Seniorin an einer Rauchvergiftung starb, gehört ebenfalls zu den im negativen Sinn herausragenden Vorfällen.

Welche Themen werden die Feuerwehr 2014 beschäftigen?

Ganz sicher wird die Umstellung auf den digitalen Funk viel Raum einnehmen. Die Fahrzeuge müssen komplett umgerüstet werden und die beiden Techniken können nicht miteinander kommunizieren. Auf alle Kameraden wartet eine große Herausforderung. Wir müssen umlernen und die Logistik meistern. Das gilt aber nicht nur für Edemissen, sondern für den gesamten Landkreis Peine. Es können ja nicht alle gleichzeitig mit der neuen Technik ausgerüstet werden. Das soll jeweils gemeindeweit passieren. Da wir aber auch mit Kameraden aus anderen Gemeinden zusammenarbeiten, müssen wir auch mit diesen jederzeit kommunizieren können. Vermutlich werden vorübergehend jeweils einige der Fahrzeuge parallel mit beiden Techniken ausgestattet.

Weitere Themen sind das neue Feuerwehrgerätehaus für Abbensen und der Ersatz von Fahrzeugen.

Wie sieht es in Edemissen personell bei den Feuerwehren aus?

Die Zahl der Aktiven liegt seit Jahren recht konstant bei etwa 500. Die männlichen Kameraden werden zwar langsam weniger, doch bisher konnte das durch die wachsende Zahl an aktiven Frauen - aktuell sind es 76 - aufgefangen werden. Immerhin 112 Mitglieder haben die Jugendfeuerwehren, davon sind 50 Mädchen. Und sehr zufrieden sind wir mit der Akzeptanz der neu gegründeten Kinderfeuerwehr, bei der 18 Jungen und Mädchen ab sechs Jahren mitmachen.

Interview: Kerstin Wosnitza

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