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Rettungsdienst Daetz wehrt sich gegen Kostendruck

Wehnsen Rettungsdienst Daetz wehrt sich gegen Kostendruck

Der Rettungsdienst Daetz mit Sitz in Wehnsen ist ein privat geführter, aber seit 1995 öffentlich beauftragter Rettungsdienstanbieter im Landkreis Peine. Die Verantwortlichen reagieren nun auf die negative Lohnentwicklung im Rettungsdienst und qualifizierten Krankentransport.

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Rettungsdienstleiter Mario Buchold (2.v.r.) mit (v.l.) Firmeninhaber Friedrich-Wilhelm Daetz junior sowie den Mitarbeitern Oliver Neuhardt und Frank Wiedenbeck.

Quelle: oh

Wehnsen. „Wir binden uns seit dem 1. Februar dieses Jahres an das Tarifgefüge des öffentlichen Dienstes - auf die Gefahr hin, dass wir bei Neuvergaben wegen der höheren Personalkosten nicht mehr berücksichtigt werden. Dieses Risiko gehen wir im Interesse unserer Mitarbeiter bewusst ein“, sagt Rettungsdienstleiter Mario Buchold.

„Seit Jahren stagniert die Lohnentwicklung in unserem Bereich. Hintergrund ist, dass es ständige Neuvergaben gibt, für die wir uns bewerben müssen. Durch den Wettbewerb kam es zu einem unglaublichen Preisdruck. Eine Kostensenkung ist in unserer Branche aber nur über die Personalkosten möglich, die 70 Prozent ausmachen“, macht Buchold deutlich. Das heißt, die Mitarbeiter werden schlechter bezahlt.

Gleichzeitig sind die fachlichen Anforderungen an das Personal stark gestiegen. Steigende Verantwortung der Einsatzkräfte, eine Zunahme der Einsatzzahlen um zu bis 30 Prozent, eine 48-Stunden-Woche und das Arbeiten an Sonn- und Feiertagen stellen eine hohe Belastung der Mitarbeiter dar. „Und dann reicht das Einkommen nicht aus, um eine Familie zu ernähren“, moniert Buchold. Die Unzufriedenheit der Mitarbeiter sei deutlich gestiegen und die Motivation gesunken - und das sei durchaus nachvollziehbar, stellt sich Buchold vor seine Leute.

„Für uns ist die Entwicklung nicht länger hinnehmbar. Sie widerspricht der Firmenideologie und -strategie, deshalb haben wir nun die Reißleine gezogen. Wir bemessen Qualität nicht an Kosten und sind der Meinung, dass gute Arbeit auch gut entlohnt werden muss“, so der Rettungsdienstleiter.

Es wurden neue Arbeitsrichtlinien erarbeitet, mit dem Betriebsrat und den Krankenkassen verhandelt, und seit dem 1. Februar bindet sich das Unternehmen an das Tarifgefüge des öffentlichen Dienstes für den Rettungsdienst.

„Das bedeutet nun für alle Mitarbeiter mehr Lohn, mehr Urlaub und transparente Lohnentwicklungsstufen“, macht Buchold deutlich, der hofft, dass mit dieser Entscheidung andere Unternehmen und Hilfsorganisationen ihre Strategien überdenken und Qualität nicht an Gesamtkosten festgemacht wird.

wos

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