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Rentner pumpen – und die Jugend schaut zu

Alvesse Rentner pumpen – und die Jugend schaut zu

Ein Treffen der Generationen wurden am Sonnabend die Eimerwettkämpfe der Feuerwehr Alvesse. Von Jugendwehr bis zu den Rentnern waren alle dabei.

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Außer Dienst: In Alvesse wurden historische Löschfahrzeuge ausgestellt. Neben dem Tragkraftspritzenanhänger (links), der 1935 bis 1875 in Alvesse in Betrieb war, wurde auch die Duttenstedter Handdruckspritze von 1877 gezeigt.

Quelle: ju

Alvesse. „Wasser marsch“, ruft Julia Meyer voller Inbrunst. Plötzlich bahnt sich das Wasser seinen Weg durch die Schläuche, Druck baut sich auf – das Wasser kommt.

Julia ist Gruppenführerin der Jugendfeuerwehr Alvesse, die bei den Eimerwettkämpfen am Sonnabend mit ihrem Trupp in der Konkurrenz der Erwachsenen angetreten ist.

Und das mit Erfolg: Zwar brauchen die jungen Alvesser noch etwas länger, doch jeder Handgriff und jede Anweisung durch die Gruppenführerin sitzten. Nach der Einweisung ihrer Gruppe bekommt die Elfjährige sogar Zwischenapplaus. Denn anders als bei manch einer Erwachsenengruppe wies Julia bei der Schnelligkeitsübung ihre Gruppe fehlerfrei und mit energischer Stimme ein.

„Ich bin gerne Gruppenführerin“, sagt die Elfjährige. Bei der Jugendfeuerwehr sei das eine beliebte Aufgabe. Ein Job, den Willi Brennecke von der Feuerwehr Duttenstedt noch im hohen Alter ausführt.

Der 85-Jährige ist mit seinen „Alten“, wie er sie schmunzelnd nennt, zu den Eimerwettkämpfen gekommen. Mit einer Handdruckspritze aus dem Jahr 1877 sind die „Feuerwehr-Rentner“ außer Konkurrenz in Alvesse angetreten.

„Wir führen mit historischem Gerät vor, wie früher Brände gelöscht wurden“, erklärt Brennecke, der seit 70 Jahren in der Feuerwehr ist. Mit einem Trecker wird die alte Handdruckspritze vorgefahren, Schläuche werden angeschlossen und Wasser mit purer Muskelkraft von den Männern, die allesamt älter als 62 Jahre alt sind, aus dem Kessel gepumpt – Applaus.

„Der Spaß steht im Vordergrund“, sagt Stefan Peermöller, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Alvesse. Neben der Löschübung galt es drei Geschicklichkeitsspiele zu bewältigen. Und insgesamt elf Mannschaften aus der Gemeinde Edemissen haben sich diese Gaudi auch nicht nehmen lassen.

ju

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