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Renovierungsaktion in luftiger Höhe

Edemissen Renovierungsaktion in luftiger Höhe

Abbensen. Eine Renovierung in 13 Metern Höhe gab es kürzlich auf dem Grundstück der Familie Träue/von Müller in Abbensen: Etwa zehn Helfer, darunter einige Dachdecker, sanierten ein Storchennest.

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Störche auf dem Nest im Garten der Familie Träue in Abbensen.

Quelle: oh

„Das war schon eine ziemlich aufwendige Aktion. Wir haben zwei Tage lang ganz schön gewirbelt“, berichtet Roswitha Träue. Anlass für diesen Großputz waren zum einen zwei Buntspechte: Sie hatten den Holzpfahl, auf dem sich das Storchennest befindet, im oberen Drittel durchlöchert. „Das ist schon sehr kurios, weil neben dem Storchennest Bäume stehen. Dort hätten die Spechte eigentlich hinein hämmern können“, meint Kai von Müller, Träues Schwiegersohn.

Zum anderen sei das Nest immer schwerer geworden, was zum Problem wurde. Gut 500 Kilo habe es gewogen, erklärt von Müller. „Die Störche bringen Stroh und Binsen mit und bauen damit den Boden. Der wird mit der Zeit hart wie Beton“, erläutert Träue. Dadurch wird das Nest wasserundurchlässig - das kann für die Jungtiere zur tödlichen Gefahr werden. „In der Mitte des Nestes entsteht außerdem ein Riesen-Berg voll Erde und Kompost“, schildert von Müller. Dieser müsse von Zeit zu Zeit abgetragen werden. Etwa sieben Schubkarren Humus haben die Helfer aus dem Nest geholt. Hinzu kam, dass das ganze Nest durch Äste verkeilt war.

Um die Renovierungsarbeiten in der Höhe durchführen zu können, benötigten die Helfer eine ausfahrbare Gelenk-Arbeitsbühne. „Die hat uns eine Firma aus Hannover gesponsert. Ein Freund hat den Kontakt hergestellt. Dadurch sind uns keine Kosten entstanden“, erzählt Träue.

Jeweils zwei Personen sind auf der Arbeitsplattform nach oben gefahren und haben dort das ganze Nest mit Astschere und Harke auseinandergenommen, das Podest abgeschraubt, den Pfahl gekürzt und das Podest erneut montiert.

„Zum Schluss haben wir mit Stroh und Reisig ein neues Nest gebaut, aus dem das Wasser ablaufen kann“, berichtet Träue weiter. „Außerdem haben wir den gesamten Stamm des Holzpfahls mit einem Metallnetz versehen, damit die Spechte keinen Schaden mehr anrichten können“, ergänzt von Müller.

Er war neben anderen Helfern selbst oben: „Das war eine ziemlich wackelige Angelegenheit. Aber trotzdem hat die Aktion Spaß und Freude gemacht.“

Auch Roswitha Träue ist begeistert. Sie rät allen, die Störchen bei sich ein Zuhause geben, eine regelmäßige Säuberungsaktion durchzuführen: „Alle drei Jahre sollte man prüfen, ob eine Renovierung notwendig ist.“

va

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