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Reinhard Seeliger gab Konzert in Edemissen

Edemissen Reinhard Seeliger gab Konzert in Edemissen

Edemissen. Diesmal hielt er auf der Rückreise von einer Veranstaltung zur Erforschung und Rettung schlesischer Orgeln in der Edemisser Martin-Luther-Kirche inne: Der Görlitzer Kirchenmusikdirektor Reinhard Seeliger nutzte die Reiseunterbrechung für ein Benefiz-Konzert zugunsten der Orgel in der Klosterkirche im schlesischen Krzeszów.

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Gab ein Orgelkonzert in der Edemisser Luther-Kirche: Reinhard Seeliger aus Görlitz.

Das hiesige Publikum einerseits weiß nach mehreren seiner hiesigen Konzerte, was es an dem Bach-Spezialisten hat, Seeliger indessen scheint Gefallen gefunden zu haben am Edemissener Orgelchen, dessen Klangmöglichkeiten er diesmal konzertant auskosten wolle, wie er zu Beginn des Konzertes am vergangenen Sonntag ankündigte. Die Registrierung hatte er dem Kirchenkreiskantor Christoph Pannek anvertraut.

Und so empfand der Zuhörer das Edemisser Instrument bei Nicolas-Jacques Lemmens „Fanfare D-Dur“ staunend als eine gut geschmierte Kirmes-orgel im Marschtempo. Wie wandlungsfähig sich die Registrierung einsetzen lässt, zeigte sich bei Dietrich Buxtehudes „Passacaglia in D“.

Das Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach, Bach-Cousin Johann Gottfried Walther und Felix Mendelssohn Bartholdy hatte der Görlitzer Kirchenmusikdirektor zusammengestellt und moderierte zwischendurch musiktheoretische und historische Hintergründe.

Wahrscheinlich bewirkten Reisestress und Zeitdruck, dass Seeliger gelegentlich unkonzentriert wirkte. Er spielte routiniert - mal laut, mal leise. Aber ohne das mitschwingen zu lassen, was nicht in den Noten steht, was aber das Herz öffnet und bereit macht, sich auf die Musik einzulassen statt nur zuzuhören - eben die Übermittlung dessen, was gerade in der musikalischen Verantwortung von Kirchenmusikern liegt.

Erst zum Ende bei Max Drischners „Sonnenhymnus“ strahlte das endlich auf. Hier entwickelte Seeliger ein meditatives bis glanzvolles Klangbild und versetzte das Publikum in eine wonnevoll-warme Sonnenaufgangsstimmung, die es applaudierend quittierte.

Ob Seeliger übrigens den Zug nach Görlitz trotz der hübschen, aber so gar nicht zum letzten Stück passenden Mozart-Zugabe noch rechtzeitig erreicht hat, ist nicht bekannt.

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