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Pflanzensterben am Bahndamm: Landwirte unschuldig

Schadstoffe kommen von der Remondis-Fläche Pflanzensterben am Bahndamm: Landwirte unschuldig

Die Entsorgungsfirma Remondis muss die Hochofenschlacke vor ihrem Werksgelände in Dedenhausen entfernen oder die Fläche versiegeln. Das hat die Verwaltung der Region Hannover der bisherigen Regionsabgeordneten Marion Gellermann jetzt mitgeteilt. Allem Anschein nach ist die Schlacke Schuld am Pflanzensterben am benachbarten Bahndamm.

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Die Fläche vor dem Remondis-Gelände ist mit Feinsplitt und Hochofenschlacke befestigt.

Quelle: Friedrich-Wilhlem Schiller

Dedenhausen. Gellermann hatte im Oktober kurz vor ihrem Ausscheiden aus der Regionsversammlung Hannover noch eine Anfrage zum Umweltschaden gestellt, der im Juni auf dem ehemaligen Bahndamm direkt am Remondis-Gelände entdeckt worden war. Im Juni waren dort Bäume, Büsche sowie Gras und Wildkräuter abgestorben. Es wurden Boden-, Pflanzen- und Wasserproben genommen (PAZ berichtete).

Die Untersuchungen zogen sich über Wochen hin. Weder Ursache noch Verursacher konnte zunächst ausfindig gemacht werden - bis vor Kurzem.

Die Regionsverwaltung hat Gellermann nun überraschend ein Ergebnis mitgeteilt: Am Ende der Straße Zum Bahnhof, in deren Verlängerung sich der geschädigte Bereich befindet, ist eine Fläche mit Hochofenschlacke und Feinsplitt befestigt. Auf dieser hat Remondis Container abgestellt.

„Die Hochofenschlacke hat vermutlich bei Starkregen das Pflanzensterben im Juni verursacht“, heißt es in dem Schreiben an Gellermann. Nach einem Platzregen am 25. Juni waren etwa laut Augenzeugen große Wassermengen vom Firmengelände und von der mit Schlacke befestigten Fläche auf den Grünstreifen gelaufen. In einer Regenwasserprobe wurde ein erhöhter pH-Wert von 9,1 gemessen.

„Auffallend hoch sind die pH-Werte von Hochofenschlacke und Feinsplitt der Straßenbefestigung im Boden des Bahnseitengrabens“, heißt es im Schreiben. „Die Schadsymptome an den Pflanzen und die erhöhten pH-Werte liefern gewisse Hinweise, dass der Kontakt mit salzhaltigen beziehungsweise alkalischen Lösungen zum Absterben der Pflanzen geführt haben könnte“, heißt es weiter.

Eine Analyse der Hochofenschlacke hat nach Angaben der Regionsverwaltung ergeben, dass sie sich nicht für den sogenannten offenen Wegebau eignet, obwohl für sie ein Verwertungszertifikat vorliege. Sie müsse daher entweder versiegelt oder ordnungsgemäß entsorgt werden.

Entlastet sieht Gellermann die Landwirtschaft: „Herbizide scheiden als Verursacher aus“, schreibt ihr die Regionsversammlung Hannover.

von Friedrich Wilhelm Schiller

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