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Patenschaften machen persönliche Kontakte möglich

Edemissen Patenschaften machen persönliche Kontakte möglich

Edemissen. Im vergangenen Jahr kamen mehr als eine Million Füchtlinge nach Deutschland. Ein Teil wurde auf die Kommunen im Peiner Land verteilt. In Edemissen kümmert sich ein Runder Tisch darum, dass die Neubürger möglichst gut integriert werden. Über dessen Arbeit berichtet die PAZ in einer Serie.

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Integration beim Fasching (v.l.): Finja und Annika hatten Fatima, die aus dem Libanon stammt, mit zum Feiern genommen.

Unter dem Dach des Runden Tisches haben sich vier Arbeitsgruppen gebildet. Unter anderm wird versucht, die Flüchtlinge in ihrem Alltag zu begleiten. Viele Ehrenamtliche haben inzwischen für Familien oder Einzelpersonen Patenschaften übernommen.

Dabei gebe es zwei Schwerpunkte, sagt Simone Landgraf, die gemeinsam mit Rüdiger Hardt die „Patengruppe“ koordiniert. „Zum einen stehen immer wieder akute Termine wie Arztbesuche oder Behördengänge an, bei denen Paten ihre Begleitung anbieten“, erklärt Landgraf. Aber Paten würden auch bei der Vorbereitung der so genannten geordneten Rückführung ins jeweilige Heimatland unterstützen, wenn der Asylantrag abgelehnt wurde. Das dauere mitunter mehrere Monate.

Der zweite Schwerpunkt sei die Unterstützung bei der Freizeitgestaltung. „Die Hemmschwelle, für uns normale Angebote zu nutzen, ist oft groß. Da hilft es, die Patenfamilie oder Teile davon einfach mal mitzunehmen, wenn man selbst etwas unternimmt“, erklärt Landgraf.

Sie selbst habe die Kinder aus „ihrer“ Patenfamilie gemeinsam mit ihren eigenen zum Beispiel zum Fasching mitgenommen - Infos, Beratung und Umsetzung bei der Kostümfrage natürlich inklusive. „Aber ich habe auch auf die Möglichkeit des Ferienprogramms hingewiesen und die Kinder dort angemeldet“, nennt Landgraf ein weiteres Beispiel.

Viele Paten würden einmal pro Woche Zeit mit ihren Schützlingen verbringen. Das sei eine gute Sache, denn die ausländischen Familien seien oft sehr isoliert. „Im Idealfall entsteht ein gewisses Vertrauensverhältnis, das ganz wichtig ist. Durch diese menschliche Nähe erfährt man oft erst, wo es Fragen und Unsicherheiten und dementsprechend Unterstützungsbedarf gibt“, hat Landgraf beobachtet. Vieles, was uns ganz alltäglich sei, stelle Menschen aus anderen Kulturen vor ein Rätsel.

Die Flüchtlinge seien in der Regel sehr offen für das Patenschaftsangebot, es werde gut angenommen. Wichtiger Effekt: Es gebe so die Gelegenheit, frisch erworbene Deutschkenntnisse anzuwenden und zu vertiefen.

„Die Paten erleben sehr viel sehr Schönes, mitunter aber auch Frust und Rückschläge. Beides muss verarbeitet werden. Dafür gibt es regelmäßige Treffen, in denen sie sich untereinander austauschen können“, erklärt dioe Edemisserin. Zudem arbeite man auch eng mit dem Verein „Familien für Familien“ zusammen, der ein ähnliches Patenmodell organisiert.

Weitere Paten werden gesucht. Familien, Paare oder Einzelpersonen, die Interesse haben, können sich bei der Flüchtlingssozialarbeiterin Yildiz Denis (05176/18812) oder beim Koordinator des Runden Tisches, Werner Ensberg (05176/923031), melden.

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