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Ortstermin am Kieswerk: Kreisbaurat sagte ab

Wipshausen Ortstermin am Kieswerk: Kreisbaurat sagte ab

Wipshausen. Vor dem Hintergrund der verhärteten Fronten in Sachen Erweiterung der Kiesabbau-Flächen bei Wipshausen (PAZ berichtete ausführlich) war gestern ein Ortstermin anberaumt worden.

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13 Männer und kein Kreisbaurat: Gemba ließ den Ortstermin gestern in Wipshausen platzen.

Quelle: wos

Wipshausen. 13 Vertreter unterschiedlicher InteressensVerbände waren gekommen. Nicht erschienen ist trotz vorheriger Zusage Kreisbaurat Wolfgang Gemba.

„Herr Gemba hat diesen Termin ohne Angabe von Gründen vor zwei Stunden von einem Mitarbeiter absagen lassen“, informierte Norbert Naase, Betriebsleiter des Kieswerks Wipshausen der Firma Papenburg, der den Termin organisiert hatte, die Anwesenden.

„Das ist als Arbeitsverweigerung der Behörde zu werten“, machte Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, seiner Verärgerung Luft. Mit seinem Unmut stand er nicht allein.

Ziel des Treffens war der neuerliche Versuch, mit dem Landkreis ins Gespräch über das geplante Vorhaben zu kommen. Bereits im Dezember war ein „Runder Tisch“ einberufen worden. Auch dort war der Landkreis trotz Einladung nicht vertreten.

Gestern wies Günter Papenburg, Chef des gleichnamigen Unternehmens, zu dem das Kieswerk Wipshausen gehört, auf die Bedeutung von neuen Kiesabbau-Flächen für Niedersachsen hin. Es sei keineswegs so, dass es genügend solcher Flächen für den niedersächsischen Bedarf gebe. Vielmehr würde derzeit Kies - überwiegend aus Sachsen-Anhalt - „importiert“.

Walter Wimmer, Regionalleiter des Naturschutzbundes (Nabu) Niedersachsen, unterstrich, dass der Nabu die Pläne der Firma Papenburg unterstützt. „Wir sind eigentlich nicht die, die sich für die Rohstoffgewinnung einsetzen. Doch in diesem Fall sehen wir es so, dass das Gebiet im Großen durch die Renaturierungspläne aufgewertet wird“, machte er deutlich.

Thema des Gesprächs war auch, welche Möglichkeiten der Einflussnahme zugunsten des Kiesabbaus es derzeit gibt. „Wir als Gemeinde können nur Signale geben. Das haben wir klar zugunsten des Kiesabbaus getan“, sagte Edemissens Bürgermeister Frank Bertram.

Einzige Chance, das Vorhaben umzusetzen, sei eine entsprechende Änderung im Landesraumordnungsprogramm, so der Umweltplaner Dr. Reiner Theunert.

„Das ist schwer durchzusetzen, aber wenn es einen klaren politischen Willen gibt, sehe ich eine Chance. Dieser Wille könnte in einer gemeinsamen Stellungnahme möglichst vieler Parteien zum Ausdruck gebracht werden“, sagte Müller. Allerdings werde das neue Programm in Kürze festgezurrt. Viel Zeit bliebe also nicht.

Die Kreistagsabgeordneten Hans-Werner Fechner (CDU) und Ludwig Thiemann (SPD) signalisierten Interesse an diesem Vorgehen.

wos

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