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Ortsheimatpfleger: Netzwerke sind wichtig

Edemissen Ortsheimatpfleger: Netzwerke sind wichtig

Plockhorst. Die Ortsheimatpfleger der Gemeinde Edemissen kommen regelmäßig zu Treffen zusammen. Wie wichtig eine solche Vernetzung ist, wurde beim jüngsten Treffen sehr deutlich.

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Luftbild von Plockhorst vom Mai 2011, aufgenommen von Hans-Dieter Drewes.

Quelle: oh

Reihum sind die Heimatpfleger in den unterschiedlichen Ortschaften zu Gast, diesmal fand das Treffen in Plockhorst statt. Dessen Ortsheimatpflegerin Silke Freund gab einen geschichtlichen Überblick über die Ortschaft und zeigte unter anderem ein Luftbild, das Hans-Dieter Drewes im Mai 2011 aufgenommen hat. „Es zeigt sehr schön, wie der Kiesabbau heute unsere Umgebung prägt und warum bei uns inzwischen so viele Wasservögel leben“, sagte Freund.

Zu Gast war die bei der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten in Bergen Belsen tätige Historikerin Martina Staats aus Edemissen, die einen Impulsvortrag zum Thema „Geschichte ist lebendig und ändert sich ständig“ hielt.

Anhand eines Schülerfotos aus dem Jahr 1935 verdeutlichte sie die möglichen Sichtweisen auf das Bild und verschiedene Forschungsschritte bei der Suche nach einem Jungen, dessen einziger Lebensnachweis dieses Foto ist. Staats hat in verschiedenen Online-Archiven auf der ganzen Welt nach dem früher in Wense wohnhaften Jungen geforscht und konnte schließlich seinen Weg über die Niederlande bis zur Ermordung mit 21 Jahren im Vernichtungslager Sobibor nachverfolgen.

An diesem Beispiel verdeutlichte Staats den Ortsheimatpflegern, wie wichtig eine gute Vernetzung untereinander ist und wie man auf Fachleute zurückgreifen kann. So kam noch während der Diskussion der Wunsch nach Fortbildungen zur Systematik der Archivierung und zur Erstellung von Zeitzeugeninterviews auf.

Bei der Vorstellung der aktuellen Tätigkeiten der Heimatpfleger wurden auch die Veröffentlichungen präsentiert. Dabei wurden Verfahrensweisen und Tipps zu Publikationen ausgetauscht.

Das war ganz im Sinne der Bildung von Vernetzungspunkten: Im Gespräch zeigten sich immer wieder Schnittstellen, zu denen Kollegen aus anderen Ortschaften Informationen beitragen konnten.

So dokumentieren die Abbensener Heimatpfleger Gerd Boes und Olaf Lahmann zurzeit die Aufstellung von Windrädern in ihrer Nachbarschaft, konnten aber bisher keine genaueren Informationen zur Bau- und Funktionsweise von der Herstellerfirma bekommen. Der Heimatpfleger aus Wipshausen, Wolfgang Borngräber, war beruflich jahrelang mit dem Bau von Teilen für Windräder beschäftigt und bot spontan seine Hilfe sowie Anschauungsmaterial an.

„Der Abend hat gezeigt, wie wichtig es ist, nicht nur Akten und Fotos im stillen Kämmerlein zu sichten, sondern sich auch darüber auszutauschen, Techniken und Probleme zu besprechen und ein möglichst zuverlässiges Netzwerk zu knüpfen“, resümiert Freund.

wos

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