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Nächste Runde im Wipshäuser Kies-Streit

Edemissen Nächste Runde im Wipshäuser Kies-Streit

Wipshausen. Der Streit um die Erweiterung der Kiesabbauflächen in Wipshausen geht in die nächste Runde. Der Landkreis weist jetzt Aussagen der Firma Papenburg in Bezug auf das bevorzugte Ausbreitungsgebiet der Firma zurück.

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Kreisbaurat Wolfgang Gemba und Katrin Schneider, Leiterin des Fachdienstes Umwelt beim Landkreis, in der Nähe des Kiesabbaugebietes der Firma Papenburg in Wipshausen. Die Firma will auch dort Kies abbauen, die Kreisverwaltung schließt das jedoch aus.

Quelle: oh

Demnach sei das Vorranggebiet für Natur und Landschaft, in das sich Papenburg mit seiner Abbaufläche ausdehnen möchte, eben nicht ausgetrocknet und nicht sonderlich schützenswert, wie es ein Experte der Firma zuletzt betont hatte.

Zunächst aber zu den Hintergründen: Die Firma Papenburg will ein Gebiet neben ihrem jetzigen Standort in Wipshausen erschließen, um dort ebenfalls Kies abzubauen. Der Landkreis Peine allerdings ist gegen die Pläne, da es sich um ein Vorranggebiet für Natur und Landschaft handelt. Gerichte wurden bemüht - und gaben dem Kreis Recht.

Mehrfach hatte das Unternehmen betont, die Gutachten, auf denen diese Ausweisung als Vorranggebiet basiert, seien veraltet. Das jedoch will der Kreis nicht gelten lassen. „Ich sehe für die Firma Papenburg im Landkreis durchaus Entwicklungsmöglichkeiten“, sagt Kreisbaurat Wolfgang Gemba. „Aber an anderer Stelle als in Wipshausen.“

Firma Papenburg hofft auf eine Umwidmung des Gebietes, um das sich der Streit dreht, zum Vorranggebiet für Rohstoffgewinnung. Der Kreis verweise in seiner Erweiterungs-Ablehnung zum Beispiel auf einen kleinen Bach, der längst schon ausgetrocknet sei. Der Kreis kontert: Im Sommer sei der Köhligbach nach lange anhaltender Trockenheit zwar häufig auch trocken, „außerhalb des Sommers gibt es jedoch häufig hohe Wasserstände“. Ohnehin entscheide letztlich nicht der Wasserstand im Bach über die Wichtigkeit des Gebietes. Es liege vielmehr eine „großräumige ökologische Vernetzungsfunktion von besonderer regionaler Bedeutung vor“, heißt es aus der Kreisverwaltung. Das sei zuletzt vor sieben Jahren vom Zweckverband Großraum Braunschweig geprüft und festgestellt worden - daran habe sich nichts geändert. „Das ist ein sensibler Bereich“, sagt Kreisbaurat Gemba. Darum sei das Thema „eigentlich durch. Es gibt keinen Anlass, ein neues Gutachten zu erstellen.“ Denn es würde ohnehin keine neuen Erkenntnisse bringen, so die Sicht der Verwaltung.

Skeptisch ist Gemba auch wegen der geplanten Auskiesung tiefergelegener Schichten, die die Firma Papenburg angekündigt hat und die nur dank „moderner Technik“ in der alten Kuhle erreicht werden können. „Mir ist kein neues Verfahren bekannt.“ Man habe Papenburg um Stellungnahme gebeten. „Aber“, gibt Gemba zu bedenken, „meines Wissens nach würde die jetzige Genehmigung ohnehin nicht abdecken, tieferliegende Schichten anzubohren. Wir lassen das jetzt prüfen.“

js

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