Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Mühsame Eichel-Ernte

Edemissen Mühsame Eichel-Ernte

Fünf Menschen robben auf Knien durch den Wald bei Berkhöpen. Doch sie suchen auf diese mühsame Weise nicht etwa einen verloren gegangenen Schlüssel, sondern Eicheln, Saat-Eicheln, um genau zu sein. Und sie werden fündig, die Eimer füllen sich zusehends. „Die Trauben-Eichen hier sind zertifiziert, ihre Eicheln dürfen als Saatgut verwendet werden“, sagt Lothar Buchal, Vorsitzender der Forstinteressentschaft Eddesse.

Voriger Artikel
Supermarkt für Abbensen in Sicht
Nächster Artikel
„Ich hatt’ einen Kameraden“ im Fackelschein

Gleich eimerweise kippt Lothar Buchal die Saateicheln auf den Laster.

Quelle: wos

Edemissen-Berkhöpen. Die so gewonnene Ernte wird an eine ebenfalls zertifizierte Baumschule verkauft. Drei Euro pro Kilo gibt es dafür. „Wir haben uns für dieses Jahr vorgenommen, eine Tonne zu sammeln und zu verkaufen. Die Sammler bekommen pro Kilo 1,80 Euro, da bleibt für die Forstinteressentschaft auch noch ein guter Gewinn“, sagt Buchal. Etwa 40 000 bis 50 000 neue Bäume würden aus einer Tonne Saat-Eicheln wachsen.

Er selbst hat eine spezielle Sammeltechnik: Mit der linken Hand scharrt er das Laub zur Seite, mit der rechten greift er die Eicheln. „Eine unserer Sammlerinnen ist allerdings viel fixer als ich. Sie hat an einem einzigen Tag 97 Kilo zusammengetragen. Das ist aber auch wirklich ein einmaliger Rekord, der Schnitt liegt eher bei etwa 50 Kilo“, sagt Buchal, während er einen der mühsam gefüllten Eimer wiegt und dann auf die Ladefläche des bereitstehenden Lasters kippt. Einige der Eicheln haben bereits mehrere Zentimeter lange Triebe ausgebildet.

Alle sechs bis sieben Jahre gibt es eine „Vollmast“, das heißt, alle Eichen tragen. Dann ließe sich viel mehr ernten als in diesem Jahr, wo es nur eine „Springmast“ gab, bei der nur ein Teil der Bäume überhaupt Eicheln hervorbringt.

Etwa 190 Jahre alt seien die Eichen an dieser Stelle. „Dafür sind sie noch recht schlank. Das liegt am mageren Boden. Aber gerade weil sie so langsam wachsen, ist das Holz besonders gut“, erklärt Buchal. Sogar Weinfässer seien schon aus Berkhöpener Eichen gefertigt worden – ein Zeichen für die hervorragende Qualität.

Kerstin Wosnitza

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Edemissen

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

eebe8558-a9cd-11e7-923d-4ef2be6e51d8
Orkan im Kreis Peine

Hier die aktuellen Bilder:

Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung