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Mühlenberg-Schulen kooperieren mit der Lebenshilfe

Edemissen Mühlenberg-Schulen kooperieren mit der Lebenshilfe

Edemissen. Eine Kooperationsvereinbarung für eine Lernpartnerschaft haben gestern in Edemisen die Mühlenberg-Haupt- und die Realschule sowie die Lebenshilfe Peine-Burgdorf unterzeichnet. Begleitet wird das Projekt von der Wirtschafts- und Tourismusförderung Peine (Wito).

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Bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung (v.l.): Bertold Fritsch, Dr. Ernst Brandt, Christoph Merschhemke, Uwe Hiltner, Franz Einhaus und die Orchesterklasse (im Hintergrund).

Quelle: wos

Von der Kooperation profitieren sollen beide Seiten: Für ihre Schüler den Umgang mit Menschen mit Behinderungen normalisieren sowie ihnen die Möglichkeit geben, sich über viele Berufe zu informieren, wollen unter anderem die beiden Schulleiter, Bertold Fritsch (Hauptschule) und Dr. Ernst Brandt (Realschule). Die Berufsorientierung sei für beide Schulen wichtiger Baustein.

Für die Lebenshilfe sei die Zusammenarbeit zum Beispiel eine Möglichkeit, junge Menschen für soziale Berufe zu begeistern und damit dem Fachkräftemangel, der sich bereits jetzt bemerkbar mache, entgegenzuwirken, sagten Geschäftsführer Uwe Hiltner und Personalreferentin Kerstin Lattner.

„Schüler müssen raus aus dem Klassenraum, denn modernes Lernen schließt das Umfeld mit ein. Und die örtliche Wirtschaft gehört zu diesem Umfeld dazu“, sagte Dr. Christoph Merschhemke, Geschäftsführer des Instituts Unternehmen & Schule, der den Nachmittag moderierte.

Hiltner umriss kurz das breite Aufgabenfeld der Lebenshilfe, die sich um Menschen jeden Alters mit Behinderung kümmert. Von der Frühförderung schon für Neugeborene über Kindertagesstätten, die berufliche Bildung, Wohnungsmöglichkeiten und den familienentlastenden Dienst bis hin zu Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere Menschen reicht die Palette.

Besonders reizvoll an dieser Partnerschaft sei die räumliche Nähe, darüber waren sich alle Beteiligten einig. Die Zentrale der Lebenshilfe ist fast in Sichtweite der Schulen in Berkhöpen und in unmittelbarer Nachbarschaft direkt in Edemissen befindet sich die Wohnstätte.

Ein Beispiel dafür, wie die Partnerschaft mit Leben gefüllt werden kann, konnte Fritsch schon nennen: Sechstklässler hätten damit begonnen, regelmäßig die Wohnstätte zu besuchen - die Schüler seien begeistert von den Zusammentreffen mit den Menschen dort.

Welche Früchte Kooperationen tragen können, war während der Feierstunde zu hören: Mit der MSG Peine-Ilsede betreiben die Schulen eine Bläserklasse, die unter der Leitung von Jörg Boddeutsch mit drei Stücken eindrucksvoll unter Beweis stellte, was sie schon gelernt hatte. Bemerkenswert: Einige der jungen Musiker hatten erst mit Beginn des aktuellen Schuljahres begonnen, ihr Instrument zu erlernen.

wos

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