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Morgen ist „Kies-Demo“ in Wipshausen

Wipshausen Morgen ist „Kies-Demo“ in Wipshausen

Wipshausen. Für den morgigen Mittwoch, 21. Mai, ab 16.30 Uhr kündigt das Regionalbüro Niedersachsen der IG Bauen-Agrar-Umwelt eine „Kies-Demo“ am Kieswerk an der Kreisstraße 13 bei Wipshausen (in Richtung Meerdorf rechts) an.

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Das Kieswerk bei Wipshausen ist morgen Schauplatz einer Demonstration.

Quelle: A

Unter anderem ist geplant, eine symbolische Kies-Probe zu entnehmen, die auf dem Schreibtisch von Landrat Franz Einhaus landen soll. Konkret geplant ist, ein Glas mit Kies aus Wipshausen zu füllen und es oben mit einem Stück saftiger Wiese mit Erdboden, garniert mit einer Rotbuche und einem blühenden Strauch zu dekorieren.

Hintergrund: Der Landkreis Peine verweigert die Ausweitung des Kiesabbaus. Umweltgründe spielen dabei eine zentrale Rolle. Das Verwaltungsgericht Braunschweig bestätigte daraufhin in der vergangenen Woche den Stopp für weitere Abbaupläne des Kieswerks (PAZ berichtete).

„Mit der ‚politischen Kies-Probe’ wollen wir eines symbolisch deutlich machen: Man kann Kies abbauen und später das Projekt ökologisch abschließen. Deshalb auch der ‚grüne Wiesen-Deckel’“, sagt Horst Redemann von der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in Niedersachsen. Es komme darauf an, dem Kreis noch einmal deutlich zu machen, worum es geht: „Um Kies als Rohstoff - insbesondere für den Wohnungsbau. Um Kies als ‚natürliche Währung’ - zum Erhalt von 50 Arbeitsplätzen in der Region. Und um ein wertvolles Stück Natur, das nach der Auskiesung von hoher ökologischer Bedeutung sein wird.“

Geplant sei beispielsweise eine Renaturierung mit hohem Naturerlebnisfaktor - etwa mit einem Naturpfad für Kinder. „Die Fläche würde so später zu einem ökologischen Vorzeige-areal werden und in der Region für eine zusätzliche ökologische und touristische Attraktivität sorgen“, ist Redemann überzeugt.

Darüber hinaus spricht sich die IG BAU Niedersachsen für einen „Runden Kies-Tisch“ aus: Die Argumente seien noch längst nicht umfassend ausgetauscht. Immerhin gebe es auch noch ein umfangreiches Gutachten, das bislang kaum hinreichend Berücksichtigung gefunden habe.

„Es wäre ein fataler Fehler, dem Verwaltungsgericht Braunschweig die unschöne Rolle zuzuspielen, den Schlusspunkt in Sachen Kiesabbau Wipshausen gesetzt zu haben. Als Bau- und als Umwelt-Gewerkschaft sehen wir hier noch die Chance, Kiesabbau und Ökologie miteinander zu vereinbaren. Vor allem aber darf die Kommunalpolitik am Ende nicht als ‚Job-Killer’ dastehen“, sagt Redemann.

wos

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