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Mit Katzenfutter und lauwarmem Tee:Igel haben im Heizungsraum überwintert

Plockhorst Mit Katzenfutter und lauwarmem Tee:Igel haben im Heizungsraum überwintert

Plockhorst. Sie schätzen frisch gekochten, lauwarmen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee, Geflügelfleisch nur ohne Haut und Katzenfutter aus der Dose. Die letzten Monate haben sie warm und trocken in einem Heizungskeller in Plockhorst verbracht. Doch dieser Komfort hat nun ein Ende, denn die drei jungen Igel, die bei Annabell Schliep überwintert haben, wurden nun schweren Herzens in die Freiheit entlassen.

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Gleich geht es in die Freiheit: Annabell Schliep (2.v.r.) mit ihren Pflegekindern (v.l.) Rebekka, Michelle und Jeremy und den Igeln.

Quelle: im

„Ich habe die drei Ende November/Anfang Dezember über einen Zeitraum von etwa zwei Wochen in meinem Garten gefunden“, berichtet Schliep. Eines der Igelbabys wog nur etwa 200 Gramm, die anderen beiden um die 300 Gramm. Damit waren sie viel zu leicht, um aus eigener Kraft über den Winter zu kommen, erfuhr Schliep beim Nabu, mit dem sie Kontakt aufnahm und während des Igel-Besuchs auch hielt.

So wurde die tierliebe Frau unverhofft zur Igelmama. Mit viel Liebe und Geduld hat sie die vierbeinigen Familienmitglieder über den Winter gebracht. Eigentlich sollten sie in Kartons wohnen, doch die hielten den Tieren jeweils nicht lange stand. „Da habe ich sie eben frei im Heizungsraum herumlaufen lassen“, sagt Schliep.

Besonders reinlich sind Igel nicht, und so musste ihre Behausung mindestens alle drei Tage gründlich gesäubert werden. Die Pflege der Tiere sei zwar sehr arbeitsintensiv gewesen, „aber die Zeit mit ihnen war auch sehr schön und wird mir sicher unvergesslich bleiben. Ich habe die Tiere richtig ins Herz geschlossen“, blickt Schliep zurück.

Sogar Namen hat sie den dreien gegeben: Der Kleinste von ihnen, den sie zuerst entdeckt hat und der lange Zeit ein Sorgenkind war, ist ein „Mädchen“ und heißt Stachelchen. „Sie saß am Vogelfutter und ich habe sie aus Versehen durch den Garten gekickt“, erinnert Schliep an den Tag, als der erste tierische Besuch ins Haus kam. Nummer zwei war dann Pieksi, und der dritte im Bunde wurde Stapie, deren Name sich aus denen der beiden anderen zusammensetzt.

Doch nun hat die Igelei ein Ende gefunden: Die Zöglinge haben kräftig zugenommen und sind groß genug, um in der Natur selbst zurecht zu kommen. „Für die erste Zeit habe ich aber im Garten noch eine Unterkunft vorbereitet. Und auch Futter und Tee werde ich noch hinstellen, bis sie selbst klarkommen“, verspricht Schliep.

wos

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